Herbert Fux
W-Bär, 14.4.2003
   Herbert Fux, Österreichs begnadetster Schauspieler, wurde am 25. März 1927 in Hallein geboren. Bis heute hat er in nicht weniger als knapp 150 (!) Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt. Zu seh­en war er unter anderem als Butler, Henker, Frankenstein, Alm-Öhi, Satan, Killer, Polizist, Briefträger, Dorfdepp, Nachtclubbesitzer, Knecht udn Zuhälter. So viel zu seiner schauspielerischen Vielseitigkeit. Da könnten sich die Herren Hanks und DeNiro durchaus noch ein Scheiberl abschneiden! Vom Terminator, ganz zu schweigen. Und wo der Fux schon überall seine Griffel im Spiel gehabt hat! Illustre Filmtitel wie: "Madame Frankenstein", "Der Schwammerlkönig", "Zwei Däninnen in Lederhosen", "Laß jucken, Kumpel", "Hexen bis auf's Blut gequält", "Die Jungfrau und die Peitsche", "Kreuzfahrt des Grauens" und "Gern hab' ich die Frauen gekillt" sind da keine Seltenheit. Noch sensationeller ist ja die Liste seiner bisherigen Schauspielkollegen: Helmut Qualtinger ("Mann im Schatten"), Leon Askin, Tony Wegas ("Der schwarze Fluch"), Hanno Pöschl, Wolfram Berger, Michael Schottenberg, Maxi Böhm und Karl Merkatz ("Ein echter Wiener geht nicht unter"). Gut, zugegeben: Ist kein wirkliches Kunststück. Ein paar von denen kann man als Schauspieler in Österreich wohl kaum entkommen.

The Good, the mostly bad, but definitely the ugly

   Interessanter wird's da schon mit seinen deutschen Kollegen: Sky Dumont, Gunther Philipp, Götz George, Curd Jürgens ("Wie bitte werd ich ein Held?"), Jürgen Prochnow, Karl Dall, Mario Adorf, Udo Kier und nicht zu vergessen Deutschland's unbestrittene Nummer Eins in Sachen Charakterdarstellung: Sascha Hehn ("Austern mit Senf"). Aber mit welchen ausgepufften Vollprofis der Fux dann noch gedreht hat, ist schier unpackbar: Michael Caine ("Begräbnis in Berlin"), Kiefer Sutherland, Tim Curry, James Brolin, Steward Granger, Pierre Price, Lex Barker, Oliver Platt, Michael Wincott, Julie Delpy, Gabrielle Anwar, Rebecca DeMornay, Fred Gwynne, William Holden, Lee van Cleef ("Die letzte Rechnung zahlst du selbst"), Franco Nero, Christopher Lee ("Die Folterkammer des Fu Manchu"), Bud Spencer, Edward G. Robinson (!) und Vincent Price! Und sogar mit Peter Lawford vom legendären Rat Pack stand Fuchs schon vor der Kamera ("Geheimnisse in goldenen Nylons").
   Die Krone seines schauspielerischen Schaffens hat sich Fux aber letztendlich durch seine Zusammenarbeit mit den Ausnahmekünstlern Klaus Kinski und Charlie Sheen aufgesetzt. Mit Kinski hatte Fux sogar mehr als nur einmal das Vergnügen: "Woyzek", "Der rote Rausch", "Jack the Ripper", "Gern hab ich die Frauen gekillt" und "Die schwarze Kobra". Und mit Charlie Sheen, dem wohl wichtigsten und vielseitigsten Schauspieler zur Zeit, hat er die wohl beste Musketier-Verfilmung aller Zeiten abgeliefert. Respekt! W-Bär





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