John C. McGinley
W-Bär, 1.12.2003
   Geboren am 3. Aug. 1959 in N.Y., USA, Absolvent der NYU School of Arts, hat bereits in jungen Jahren Theater am Broadway geschauspielert und wär jetzt nicht da wo er jetzt ist, wenn John Turturro damals dort gewesen wäre, wo er war ....
   Jungspund John C. McGinley begann seine Karriere gleich nach seinem Abschluss an der NYU School of Arts 1984 mit ein paar kleineren Theater­auf­tritten. Nachdem er ein Jahr lang gar nicht einmal so unerfolgreich durch die Bretterwelt gurkte, stand er bereits 1985 mit John High Commander Solomon Lithgow und George Segal in Rod Serling's "Requiem for a Heavywieght" (1985) auf der Bühne. Danach wurde ein paar Monate am Broadway herumgeschauspielert, bis er die Nase voll hatte und schlussendlich den beherzten Entschluss fasste bei Film und Fernsehen sein Glück zu versuchen.
   Was dann geschah klingt allerdings gar ein wenig unpackbar: Das reimt sich fast und was sich reimt ist gut! Eigentlich wollte ein gewisser Herr Oliver Stone den jungen John Turturro für sein nächstes Project casten. jener welcher zu eben jener Zeit eine Rolle in dem Theaterstück "Danny and the Deep Blue Sea" inne hatte. Allerdings hatte der Turturro just an jenem Abend an dem Stone's Scout im Theater vorbeischaute ein Vorsprechen und die Vorsehung wollte es so, dass der junge McGinley ihn auf der Bühne vertrat. Stone's Scout war sichtlich beeindruckt und eilte flugs um seinem Herrn und Meister Bericht zu erstatten.
   Und das McGinley durchaus einer der talentierteren Ver­tre­ter der jungen Schauspielerriege war, dürfte dann auch dem Herrn Stone nicht entgangen sein. Der hat ihn nämlich nicht müde gleich vom Fleck weg für "Platoon" (1986) engagiert. Pech für Turturro, Glück für McGinley.
   Und da hätte er sich dann eigentlich auch schon zur Ruhe setzen können, denn für die Rolle des Sgt. 'Red' O'Neill bekam er nun quasi posthum eine Ehrung der ganz besonderen Art: nein, kein Oscar und auch kein MTV-Movie-Award sondern seine eigene ACTION-FIGUR!!! Jawoll! Und das Ding ist dazu auch noch verdammt gut getroffen.
   Aber nixdestotrotz ging's nach "Platoon" erst so richtig los. Es folgten "Talk Radio" (1988) mit Eric Bogosian und "Wall Street" (1987), an der Seite von beinah-Oscar-Preisträger Charlie Sheen.
    Irgendwer dürfte dann unverständ­lich­er­weise beschlossen haben, dass McGinley trotz seiner unübersehbaren Qualitäten nicht zum Hauptdarsteller geboren war. Was folgte ist eine endlos lange Liste an Filmen, in denen unser Held tapfer und unermüdlich seine Hauptdar­steller­kollegen unter den Tisch spielte, wie etwa "Point Break" (1991, mit Keanu 'Gesichtsausdrucksakrobat' Reeves und Patrick "She's like the Wind" Swayze), "The Rock" (1996, an der Seite von Altmeister Sean Connery und Haar­implan­tat­anwärter Nicolas Cage), "Truth or Consequences" (1997, ein sträflich unbeachtetes Gangstermovie von und mit Kiefer Sutherland), "Nothing to Lose" (1997, als chronischcholerischer Kleinkrimineller mit den Kapazunderkollegen Tim Robbins und Martin Lawrence - eine seiner bis dato fulminantesten Performances), "Three to Tango"  (1999, mit Matthew 'Chandler' Perry und Granate Neve Campbell), "Any Given Sunday" (1999, nach Plattoon und Wall Street wieder einmal von Oliver Stone; zur mitwirkenden Schauspielergarde zählten unter anderem Al Pacino, Cameron Diaz, Dennis Quaid, James Woods und und und), "Get Carter" (2000, an der Seite von Sylvester 'Ich bin das Gesetz' Stallone und Althaudegen Mickey Rourke) und "Identity" (2003, James Mangolds Psycho-Thriller mit John Cusack und Ober-Goodfella Ray Liotta).
   Und als ob das nicht schon reichen würde, treibt McGinley seit 2001 in einer der wohl leiwandsten Sitcoms aller Zeiten sein Unwesen: als ewig genervter, seine Assistenzärzte knechtender Dr. Cox hat er sich mit "Scrubs" nun wohl endgültig und unwiderruflich ein Denkmal gesetzt. W-Bär





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