Bud Spencer & Terrence Hill
W-Bär, 21.4.2003
   Bud Spencer wird als Carlo Pedersoli am 31. Oktober 1929 in Neapel geboren. Ab 1935 beschließt der kleine Carlo, die ersten Schwimmversuche zu unter­nehmen und entdeckt dabei seine Leidenschaft für das kühle Nass. Er tritt in einen örtlichen Schwimmverein ein und zeigt dort allen wo der Bartl den Most herholt. Die ersten Erfolge lassen nicht lange auf sich warten.
   1946 beendet er seine schulische Laufbahn, inskribiert an der römischen Universität und beginnt ein Chemie-Studium. Wenige Monate später verlässt er mit seiner Familie Europa, um für einige Zeit in Südamerika zu leben. Gegen Ende 1948 kehrt Carlo wieder nach Italien zurück, gibt das Chemie-Studium auf und steigt auf Jura um, damit er nach eigenen Angaben mehr Zeit für den Schwimmsport hat (?!?). Das dürfte auch ziemlich gut funktionieren, denn immerhin holt er sich gleich darauf einen Meistertitel im Brustschwimmen, und wird später gar Champion im Freistil. 1950 hat Carlo Pedersoli seine erste kleine Rolle als Leibwächter Neros in dem in Rom produzierten Hollywood-Monumentalopus "Quo Vadis?".
   1952 nimmt Carlo als Mitglied der italienischen Nationalmannschaft an der Olympiade in Helsinki teil. Er tritt als Schwimmer und als Wasserballspieler an. Die italienischen Wasserballer werden sogar Europameister. Von 1953-1956 genießt Carlo sein Leben als erfolgreicher Sportler und nutzt seine Privilegien. 1957 schließt er sein Universitätsstudium ab und promoviert zum Doktor in Jura. Irgendwas passt ihm aber dann doch nicht so recht und er geht einfach so nach Südamerika um bei einer großen amerikanischen Straßenbaufirma als Vorarbeiter in einem Fuhrpark zu arbeiten.
   1959 zieht es ihn wieder nach Rom. Dort angekommen wird auch gleich flux gehei­ra­tet. Sein neuer Schwiegerpapa ist dann auch gleich zufällig einer der größten Filmproduzenten Italiens, was unserem Carlo aber ziemlich wurscht ist. Filme können seiner Meinung nach nämlich nix. Da macht er doch viel lieber Musik. Und das gar nicht einmal so unerfolgreich.
   Nachdem er einen lukrativen Vertrag mit der Plattenfirma RCA abschließt, kompo­niert er für diverse Schlagerfuzzis und schreibt Filmmusik. Irgendwie kommt Carlo dann aber doch beim Film unter. Er ergattert eine kleine Nebenrolle In "Hannibal". Ein Opus, bei dem auch ein gewisser Mario Girotti mitwirkt. Die beiden laufen sich aber bei den Dreharbeiten lustigerweise nie über den Weg.
   1964 kündigt Carlo seinen Vertrag mit RCA und macht seine eigene Publicity- und Produktionsfirma auf, mit der er dann in Folge hauptsächlich Dokumentarfilme für das italienische Fernsehen produziert. Nachdem sein alter Kumpan Giuseppe Colizzi, ein erfolgreicher italienischer Regisseur, ihn so lang malträtiert, bis er endlich nachgibt, spielt Carlo 1967 seine erste größere Rolle in dem Italo-Western "Gott vergibt - wir beide nie". Und zufällig heißt sein Co-Star wieder Mario Girotti. Beide Herren ändern dann in Folge ihre Namen: Aus Carlo Pedersoli wird Bud Spencer, aus Mario Girotti wird Terence Hill. Der Legende nach benennt sich Carlo nach seinem Lieblingsschauspieler Spencer Tracy. "Bud" bedeutet im englischen soviel wie "Knospe". Das findet er angesichts seiner Figur nicht unlustig und bleibt dabei.
   Der fünfte Film der beiden, "Vier Fäuste für ein Halleluja" entsteht 1970 und entwickelt sich zu einem Kassenerfolg in ganz Europa. Die gnadenlos komischen Westernparodien der Beiden versetzen dem bru­talen Spaghetti-Western den Todesstoss. Bud Spencer und Terence Hill etablieren sich entgültig zu Top Stars. Der erste Film der Plattfuss-Reihe ("Sie nannten Ihn Platfuss") wird 1973 gedreht - nach einer Idee von Bud Spencer, der den Kommissar Rizzo fortan als seinen Lieblingspart angibt. Auch die folgenden Plattfuss-Filme stammen aus seiner Feder. 1975 macht Spencer seinen Pilotenschein in Italien, und erwirbt gleichzeitig die Fluglizenz für die Schweiz und die USA. Für seinen Film "Sie nannten ihn Mücke" schreibt er 1977 einige Songs. Einen davon trägt er höchstpersönlich im Film vor.
   Bud Spencer erhält 1979 den Cinema-Jupiter als Deutschlands beliebtester Star. Gleichzeitig läuft auch "Das Krokodil & sein Nilpferd" an, in dem der Dicke wieder einmal seine Gesangeskünste unter Beweis stellt. "Plattfuss am Nil" erscheint im selben Jahr und schließt die Plattfuß-Reihe.
   Nach zehn Jahren Western-Abstinenz, feiert der große Dicke 1980 ein Come­back in diesem Genre. Und zwar mit dem Streifen "Eine Faust geht nach Westen". Ein Jahr später, 1981 dreht er in Miami zusammen mit seinem Partner Terence Hill den Film "2 Asse trumpfen auf" und im Anschluss daran entsteht "Banana Joe", zu dem der liebe Bud wieder einmal das Drehbuch liefert.
   1985 stehen Bud Spencer und Terence Hill dann zum vorerst letzten Mal gemeinsam in "Die Miami Cops" vor der Kamera. Zu früh gefreut: 1994 kommen die beiden Haudegen dann doch noch einmal zusammen und drehen "Die Troublemaker".
   Bud Spencer erhält 1979 den Cinema-Jupiter als Deutschlands beliebtester Star. Gleichzeitig läuft auch "Das Krokodil & sein Nilpferd" an, in dem der Dicke wieder einmal seine Gesangeskünste unter Beweis stellt. "Plattfuss am Nil" erscheint im selben Jahr und schließt die Plattfuß-Reihe. Nach zehn Jahren Western Abstinenz, feiert der große Dicke 1980 ein Comeback in diesem Genre. Und zwar mit dem Streifen "Eine Faust geht nach Westen". Ein Jahr später, 1981 dreht er in Miami zusammen mit seinem Partner Terence Hill den Film "Zwei Asse trumpfen auf" und im Anschluss daran entsteht "Banana Joe", zu dem der liebe Bud wieder einmal das Drehbuch liefert.
   1985 stehen Bud Spencer und Terence Hill dann zum vorerst letzten Mal gemeinsam in "Die Miami Cops" vor der Kamera. Zu früh gefreut: 1994 kommen die beiden Haudegen dann doch noch einmal zusammen und drehen "Die Troublemaker".

Sein Name ist Nobody

   Terence Hill wurde am 29.3.1939 als Mario Girotti in Venedig geboren. Girotti, dessen Mutter Deutsche ist, wächst ab seinem vierten Lebensjahr in Dresden auf. Mit 12 ziehen die Girottis nach Rom. Unser Held gewinnt bei den italienischen Jugendmeisterschaften im Schwimmen die Bronzemedaille und wird dort von dem damals noch unbekannten Regisseur Dino Risi entdeckt. Girotti's erster Film ist "Vacanza col gangster" ("Das große Ferienabenteuer"). Neben der Schule nimmt Mario Girotti fleißig Schauspiel­unter­richt am berühmten Actor´s Studio in Rom. Nach einigen mehr oder weniger erfolgreichen Filmen wird er 1959, nach einer kleinen Rolle in "Hannibal", in dem auch ein gewisser Carlo Pedersoli mit dabei war, von Luchino Visconti entdeckt. Der dürfte ziemlich begeistert von ihm sein und gibt ihm eine Rolle in "Der Leopard", wo ihm immerhin auch noch so Kapazunder wie Burt Lancaster, Claudia Cardinale und Alain Delon zur Seite stehen.
   Nach "Der Leopard" dreht Girotti "Pirat der sieben Meere" und wird mit einem Mal über die Grenzen hinaus bekannt. Gut für ihn, denn in Deutschland bricht zur selben Zeit das große Karl-May-Fieber aus. Girotti zögert nicht lange und spielt in Folge in vier der gern gesehenen Filme mit: "Winnetou 2", "Unter Geiern", "Der Ölprinz" und "Old Surehand".
   Nach zwei eher mäßig erfolg­reichen Filmen ("Blaue Bohnen für ein Halleluja" und "Etappen­schweine") engagiert Mario eine Lehrerin um ihm den ameri­kani­schen Akzent beizubringen. Die Holde hört auf den unpackbaren Namen Lori Zwicklbauer, stammt aus Bayern und unter­rich­tet seit geraumer Zeit in einem kleinen Nest irgendwo in Massachusetts. Das mit dem Dialekt funktioniert zwar nicht ganz so gut, aber dafür wird geheiratet. 1967 steht Girotti mit Carlo Pedersoli in "Gott vergibt, wir beide nie" vor der Kamera. Mit "Die rechte und die linke Hand des Teufels" gelingt Bud Spencer und Terence Hill 1969 der internationale Durchbruch. 1983 entsteht "Keiner haut wie Don Camillo". Terence Hill's größter Solo-Erfolg. Das Drehbuch stammt von seiner Frau, Regie führt er selber. Der Rest ist Geschichte.

Die Nebenrolle

   Riccardo Pizzuti ist wohl der be­kann­teste und auch am meisten vertretende Nebendarsteller in den Spencerhill - Filmen. Nicht selten hat er eins vor den Latz bekommen und ohne ihn wären die Filme auch nur halb so gut. zu sehen war Pizzuti in:

• "Wenn man vom Teufel spricht" (aka "Das Rinozeros") • "Zwei Bärenstarke Typen" • "Eine Faust geht nach Westen" • "Zwei Asse trumpfen auf" • "Buddy haut den Lukas" • "Der Grosse mit seinem ausserirdischen Kleinen" • "Plattfuss am Nil" • "Zwei sind nicht zu bremsen" • "Sie nannten Ihn Mücke" • "Zwei ausser Rand und Band" • "Der Büffel und die Brillenschlange" (aka "Der Dicke in Mexiko"), • "Zwei Missionare" • "Plattfuss räumt auf" • "Hector, Ritter ohne Furcht und Tadel" • "Zwei wie Pech und Schwefel" • "Auch die Engel essen Bohnen" (aka "Der Dicke in Amerika"), • "Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle" • "Verflucht, Verdammt und Halleluja" • "Vier Fäuste für ein Halleluja" • "Die Rechte und die Linke Hand des Teufels" und • "Vier für ein Ave Maria". W-Bär





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