Peter Biskind: Down and dirty Pictures
W-Bär, 20.2.2006
   Nach "Easy Riders, Raging Bulls" knöpft sich Peter Biskind In "Down and Dirty Pic­tures: Miramax, Sundance, and the Rise of Independent Film" (wie der Titel des Büchls im Ganzen heißt, wenn man's ganz genau nimmt) Robert Redford's Sundance Festival und Miramax und seine beiden Chefs, die Weinstein-Brüder vor. Und dabei geht er noch radikaler vor, als bei bei seinem Vor­werk. Vor allem Harvey Weinstein hat's ihm angetan. Allerdings hat ihm der Dicke (mitt­lerweile Ex-) Miramax-Chef ja auch einiges an Kanonenfutter zur Verfügung ge­stellt. Mit diesem Weinstein verhält es sich näm­lich so: wenn er nicht kriegt was er will, kann's durchaus schon mal vorkommen, dass er das niedere, filmschaffende Fußvolk (vom Schauspieler über den Drehbuchautor bis zum Regisseur) erpresst, anschreit, beflegelt oder gar körperlich bedroht. Einzig Quentin Tarantino scheint hier so etwas wie eine Freikarte zu haben, aber das dürfte wohl hauptsächlich daran liegen, dass "Pulp Fiction" Miramax eigentlich erst so richtig möglich gemacht hat. Ein Riesenunsympathler, dieser Weinstein. Ansonsten wird sich auch noch ausführlich mit Quentin Tarantino, Steven Soderbergh, Wes Anderson, Paul Thomas Anderson und so manch anderem Vorreiter der Independent-Filmszene der 90er Jahre beschäftigt. Detto ein Spitzenbiskind, das! W-Bär

   PS. siehe auch Sharon Waxman's Rebels from the Backlost!






Erscheinungsjahr: 2004
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