Constantine
W-Bär, 4.7.2005
   Constantine ist die rührende Liebes­ge­schich­te eines verknautschten Weltretters und seinem Feuerzeug, denn Johnny Con­stan­tine liebt sein Zippo und sein Zippo liebt ihn. Würde mich mal brennend interes­sieren wie viele Stunden der Herr Reeves vor den Dreharbeiten posend vor dem Spie­gel verbracht hat.
   Wir haben es hier wieder einmal mit einer Comic-Verfilmung zu tun. Wie kann es auch anders sein. In der Vorlage "Hellblazer" dö­gelt sich noch ein blonder Liverpooler durch England. In der Film-Adaption darf sich Ke­anu Reeves grummelnd durch L.A. zwiebeln.
   Zur Geschichte: Die Welt ist in Wahrheit ein einiger großer Spielplatz auf dem sich Gott und der Teufel wettkampfwtechnisch die Zeit vertreiben. Die Spielregeln: keiner von ihnen darf aktiv ins Ge­scheh­en ein­grei­fen, die Menschen dürfen nur indirekt beeinflusst werden. Und der bessere Be­ein­flusser gewinnt. Jetzt gibt's aber ab und zu ein paar Knilche, die sich ganz und gar nicht an diese Regeln halten und auf der Erde ihr Unwesen treiben. Und genau da kommt dann unser Held ins Spiel. Johnny Constantine hat nämlich eine ganz außer­gewöhnliche Gabe. Er kann diese teuf- und himmlischen Saftsäcke tatsächlich sehen. Und wenn einer von ihnen über die Stränge schlägt macht er kurzerhand einen auf Exorzismus und schickt ihn zum Teufel. Oder zurück in den Himmel. Je nachdem. Und natürlich gibt's da auch noch ein hübsches, verzweifeltes Haserl (Rachel Weisz), das ihm - zumindest ein bisserl - den Kopf verdreht und ganz obercremige Special Effects, die haufenweise Frohsinn verbreiten (zumindest was die Hölle angeht könnte sich der Herr George Lucas noch ein Scheiberl abschneiden. Kommt um einiges gruseliger und überzeugender daher als beim letzten "Star Wars"-Flick.)
   Eine kleine Überraschung gib's allerdings auch noch: ex-Bush Shouter Gavin Ross­dale spielt den teuflischen Balthazar. Und das gar nicht einmal so schlecht. Und ein ganz ein großes Plus kommt leider erst gegen Ende des Films daher: Peter Stormare als metrosexueller Luzifer. Absolute Spitzenklasse!

  Mit Hellboy kann Constantine nicht mithalten, aber für einen kurzweiligen DVD- Abend reicht's allerweil noch! W-Bär






Jahr: 2005
Regie: Francis Lawrence
Drehbuch: K. Brodbin, F. Cappello
Links: IMDB

Starring:
Keanu Reeves
Rachel Weisz
Shia LaBeouf
Djimon Hounsou
Peter Stormare
Gavin Rossdale

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