Eternal Sunshine of the spotless Mind
W-Bär, 22.11.2004
    Mit "Eternal Sunshine of the spotless Mind" beweist Schräg­heits­kaiser Charlie Kauf­man erneut, dass er einfach nicht in der Lage zu sein scheint, ein konventionelles Hollywood-Drehbuch zu verfassen. Und das ist gut so. Nachdem er in "Being John Mal­kovich" John Cusack durchs Gehirn von John Malkovich spazieren ließ und in "Adap­tation" Nicholas Cage einen lästigen Zwil­lings­bruder bescherte, darf sich nun Jim Car­rey lobotomisieren lassen. Und eins vor­weg: allen, denen sich beim Namen Jim Car­rey die Zehennägel aufstellen, sei hiermit versichert: alles halb so schlimm! Carrey be­weist erstmals so richtig, dass er auch an­ders kann, wenn er will: ganz ohne gri­mas­sen­schnei­den oder andere Spompanadeln. Zur Geschichte: Dank einer neuen Methode ist es möglich sich schmerzhafte Er­innerungen an verflossene Liebschaften aus dem Hirn löschen zu lassen. Und da sich der Herr Barish (Jim Carrey) gar nicht mehr so gern an seine Ex Clementine (Kate Winslet) erinnert, beschließt er, sein Pantscherl mit ihr aus seiner Erinnerung ra­dieren zu lassen. Und das muss man sich ungefähr so vorstellen: Barish bekommt eine verkabelte Mütze aufgesetzt und wird in den Tiefschlaf versetzt. Und dann wird schön langsam, aber sicher eine Clementine-Erinnerung nach der Anderen ver­nich­tet. Eine Teilzeit-Lobotomisierung quasi. Doch Barish kommt im Laufe der Gehirn­wäsche drauf, dass er Clementine eigentlich doch ganz gern hat und möchte den Vorgang abbrechen. Und das erweist sich als nicht ganz so leicht wie er es gerne hätte. Durchgeknallt und irre, aber höchstgradig enthusiasmierend! W-Bär







Jahr: 2004
Regie: Michel Gondry
Drehbuch: Charlie Kaufman
Links: IMDB

Starring:
Jim Carrey
Kate Winslet
Elija Wood
Mark Ruffalo
Kirsten Dunst
Tom Wilkinson

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