Four Brothers
W-Bär, 14.8.2006
     "2 Fast 2 Furious", "Shaft" und "Boyz 'n the Hood"-Regie-Meister John Singleton schickt in "Four Brothers" vier Stiefbrüder auf die Suche nach dem Mörder ihrer Ma­ma. Und die vier Buben könnten unter­schied­lich­er nicht sein. Da hätt'ma einmal den auf den ersten Blick braven Fa­milien­papa (André Benjamin aka André 3000 von Outkast), den lässigen Weiberhelden (Ty­rese "2 fast 2 furious" Gibson), den Rocker-Jungspund (Garrett Hedlund) und den ab­geklärten Oberhärtling (Mark Wahlberg), die alle vier als Gschrappen von einer für­sorg­lichen Dame adoptiert wurden, die Jah­re später in einem Supermarkt währ­end eines vermeintlichen Raubüberfalles er­schos­sen wird. Unsere Helden kommen na­tür­lich ganz schnell dahinter, dass hier etwas faul ist im Staate Detroit. Und dann geht's auch schon los: schnell mal die Knarren aus dem Kofferraum geholt und ab die Post. "Four Brothers" ist erfrischend anders. Was vor allem daran liegen dürfte, dass der Herr Regisseur augenscheinlich darauf bedacht war wenigstens ein Quentchen Realismus in seinen Fim zu packen. Was jetzt nicht heißen soll, dass es nicht ordent­lich kracht. Ganz im Gegentum. Es werden Autos verschrottet, Leute gedögelt und die Knallereien machen jedem "Die Hard"-Streifen alle Ehre. Und trotzdem kommt das Ganze ein bis'l ehrlicher rüber als bei den meisten anderen Tschinbumm­krachern.

  Und was auch nicht ganz unerheblich sein dürfte: man nimmt den vier Haupt­dar­stellern tatsächlich ab, dass sie Brüder sein könnten. Will heißen: die vielzitierte Chemie unter den Schauspielern passt. Sogar Mark Wahlberg nervt nicht ganz so wie er's sonst immer tut. Und das will was heißen. Anschauen!  W-Bär




Jahr: 2005
Regie: John Singleton
Drehbuch: D. Elliot, P. Lovett
Links: Website, IMDB

Starring:
Mark Wahlberg
Tyrese Gibson
Andre Benjamin
Garrett Hedlund
Terence Howard
Sofia Vergara

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