Hellboy
W-Bär, 7.3.2005
   Dass Comic-Verfilmungen in letzter Zeit wieder sehr en Vogue sind, ist ja gemeinhin bekannt. Meis­tens ganz nett, aber nicht wirk­lich aufregend, da die eigentlichen Sto­ries unter tonnenschweren (und oft sogar grottenschlechten) Special-FX begraben wer­den. Die einzige Ausnahme waren bis jetzt die beiden "Spiderman"-Flicks von Sam Raimi. Und jetzt gibt's da noch eine: "Hell­boy"! Guillermo del Toro hat sich mit Ori­gi­nal-Autor Mike Mignola auf ein Pack'l ge­haut und einen Film gemacht, der jetzt schon nach einer Fortsetzung schreit! Ron Perlman ("Der Name der Rose", "Alien Re­surrection" und ungefähr 3800 weitere Filme ...) glänzt in der Rolle seines Lebens: als fluchender, allerweil grantelnder Held, der eigentlich nie einer sein wollte. Da lacht des Betrachters Herz! Vor allem dann, wenn er wieder einmal sichtlich angefressen, mit einer Mordszigarre im Mundwinkel eine seiner Wummen durchlädt und widerwillig auf Monsterjagd geht. Und wenn das Riesenproteinlaberl dann, nachdem er mitansehen musste wie die Frau seiner Träume mit einem anderen Mann anbandelt, schmollend in der Ecke sitzt und vor sich hin grummelt möchte man am liebsten in den Fernseher kriechen und den Dicken ganz fest knuddeln.

  Auch wenn's dann am Ende wieder ein bis'l kitschig wird und die ganze G'schicht hollywoodmäßig abflacht: ein großes Dankeschön dem Herrn Obernerd del Torro! Und bitte weitermachen! W-Bär





Jahr: 2004
Regie: David R. Ellis
Drehbuch: Chris Morgan
Links: IMDB

Starring:
Chris Evans
Kim Basinger
William H. Macy
Jessica Biel
Jason Statham

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