High Tension
W-Bär, 6.6.2005
    Dass die Franzosen vor allem Ac­tion­film­technisch in den vergangenen Jahren ei­ni­ges dazugelernt haben, kann ja wohl nie­mand bestreiten. Flicks wie "Kiss of the Dragon" (mit Jet Li, Bridget Fonda und Tche­ky Karyo) und "The Transporter" (mit Jason Statham) sprechen für sich. Jetzt will diese Bagage auch noch das Horror-Genre neu aufleben lassen. Und Alexandre Aja macht's möglich. Der französische Jungspund hat mit "High Tension" einen Horrorsplatterfilm abgeliefert, der sämtliche Texas Ketten­sä­gen Massaker, Waxhäuser und Boogie­män­ner kurzerhand in die Wüste schickt und ihnen dort das Fürchten lehrt!
   Marie verbringt ein paar Tage bei ihrer Freundin in der französischen Provinz. Die nächsten Nachbarn leben kilometerweit entfernt und rund ums Haus gibt's nur Wald, Kukuruz und ähnliches Gemüse. Kurz nachdem sich Marie ins Bett ge­schmis­sen hat und noch schnell ein bisl lieb zu sich war (!) läutet es plötzlich an der Tür. Neugierig schleicht sie hinunter um nachzusehen wer denn gar so spät noch reinschneit. Und das hätte sie wohl besser nicht tun sollen. Denn schwupps muss sie mitansehen, wie ein schiacher dicker Mann (quasi das französische Pendent zum amerikanischen Redneck-Nazi) dem Papa ihrer Freundin eine Kopfnuss verpasst. Und das - nicht faul - mithilfe einer Kommode. Hört sich komisch an, schaut aber - pfui deibel - furchtbar grauslich aus. Vor allem die Blutfontäne, die danach minuten­lang durchs Vorzimmer spritzt. Und in dem Tempo geht's dann auch munter weiter. Marie bekommt gerade noch mit wie ihre Freundin in einen Lieferwagen geworfen wird und beschließt sie zu retten ...
    Mag sein, dass sich die Handlung ein klein wenig dünn anhört, dafür trumpft "High Tension" vor dem Finale mit einer doch recht überraschenden Wendung auf, mit der man eigentlich nicht mehr gerechnet hat. Die Optik des Films kommt absolut obercremig daher und zum fürchten spannend ist er auch. Und das ist ja schon mehr, als man von sämtlichen aktuellen Ami-Horrorschockern zur Zeit behaupten kann. W-Bär

  "Bloody as Hell, and refreshingly vicious! An uncompromising and unrelenting Hard­core Slasher Flick!" --Bloody-Disgusting.com






Jahr: 2003
Regie: Alexandre Aja
Drehbuch: Alexandre Aja
Links: IMDB

Starring:
Cecile De France
Maiwenn Le Besco
Philippe Nahon
Franck Halfoun
Andrei Finti

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