Die Lachparade - Premiere, 16.10.2004
W-Bär, 18.10.2004
  Sex, Drugs und Wienerlieder. So könnte man "Die Lachparade" in etwa beschreiben. Während altbekannte Old-School-Hadern wie "Schnucki, ach Schnucki", "Schön ist so ein Ringelspiel" und "Der stille Zecher" herz­ergreifend und mit vollstem Körper­ein­satz intoniert werden, wird der Doppler gestemmt, werden Tabletten eingeworfen und ein Riesenjoint vernichtet. Zwischen­durch gibt's ein paar Gschichteln, die gut informierten Quellen zufolge zu 90% auto­bio­grafisch sind und gleich einmal zeigen, wo die beiden Bartln den Kontext zu Leo­poldi's Kompositionen herholen. Locker­flockig und ungezwungenen vergenuss­zwer­gelt das dynamische Duo Mayer­hof­er / Schneider doppel-con­fer­ence­mäßig knapp 25 Leopoldi-Nummern mit einer derartigen Leichtigkeit, dass man meinen könnte man hätte es mit zwei Vollprofis zu tun. Aber während Max Mayerhofer schon des öfteren sein schauspielerisches Talent auf die Öffentlichkeit losgelassen hat (und unter anderem bereits letztes Jahr unter der Regie von Georg Biron in "Planet Schwab" zu bewundern war) wurde Christian Schneider an diesem Abend quasi bühnentechnisch entjungfert. Und gelungener hätte der Einstand gar nicht sein können. Und selbst wer jetzt dem Wienerlied nicht ganz so wohlwollend gegen­über­steht (der Schreiber dieser Zeilen kann, wenn schon sonst nicht, dann zumindest davon ein Liedchen singen ....) kommt dank der äußerst unterhaltsamen Performance der beiden lustigen Kampeln dennoch auf seine Kosten!

   Dafür gibt's einen dicken, fetten Einser! Bleibt nur noch abzuwarten, ob die beiden nicht nur schunkeln sondern auch rocken können! W-Bär






Jahr: 2004
Regie: Georg Biron
Links: Max Mayerhofer

Starring:
Max Mayerhofer
Christian Schneider
Matthias Klausberger

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