Lonn M. Friend: Life on Planet Rock
W-Bär, 18.12.2006
     Wie wär's wohl, wenn Axl Rose (Guns 'n'Roses), Sebastian Bach (Skid Row) und Ian Astbury (The Cult) plötzlich in deiner Küche stehen und dir inbrünstig ein Geburts­tags­ständchen vorschmettern? Lonn M. Friend hat's erlebt. Wobei das nur eine kleine Anek­dote aus seinem schier un­er­schöpf­lich­en Fun­dus an Rock N' Roll-Gute­nacht­ge­schich­ten ist, die er im Laufe seiner jahr­zehn­te­lang­en Karriere als Rockjournalist so er­le­ben durfte. Golfen mit Alice Cooper? Discobesuch mit Lars Ulrich? Brunchen mit Ian Scott und Roger Daltrey? Foto-Shooting mit einem nackaden Slash in der Bade­wan­ne? Lonn M. Friend war dabei, hat's getan und berichtet nun ganz ungeniert davon. Wo­bei eigentlich alles damit begonnen hat, dass er in jungen Jahren bei Larry Flint's Hustler-Magazin als Schreiberling an­ge­heuert hat. Und mit der schnöden Pornografie ganz zufrieden, hätte er wohl durch­aus auch wie Hugh Hefner, mit zig granatenscharfen Mädls lässig am Pool abhängend enden können, wäre da nicht die Frau vom Big Boss gewesen. Irgendwann ist er nämlich draufgekommen, dass Althea Leasure - (im "Larry Flynt"-Flick mit Woody Harelson von Courtney Love lt. Friend ziemlich wahrheitsgetreu dargestellt) detto ein ziemlicher Metal-Nerd war. Die zwei haben sich angefreundet und sind fortan spät nächtens durch die Clubs gezogen um sich die heißesten Schwermetallkombos zu Gemüte zu führen. Leasure war es dann auch, die ihm den Job als Schefredakteur beim R.I.P.-Magazine verschaft hat. Was ja ein nicht unerhebliches Ereignis im Leben des Lonn M. Friend war und uns jetzt ein paar Jährchen später die obercremigste Autobiografie seit Mötley Crüe's "The Dirt" beschert.
   "Life on Planet Rock" ist ein leiwander kleiner, nostalgischer Ausflug ins Land der Föhnfrisuren und Spandexhosen. Gastauftritte gibt's u.a. von Kapazundern wie Skid Row, Metallica, Guns N' Roses, Kiss, Pearl Jam, Temple of the Dog, Alice in Chains, Motörhead, Spinal Tap, Soundgarden, Alice Cooper und den vermaledeiten Beatles.

   Sei somit wohl auch nur jenen ans Herz gelegt, die sich mit oben genannten Bands etwas anfangen können bzw. jenen, die gerne einmal wissen würden wie der wahre Rock'n'Roll-Hase läuft. Macht vier von fünf geföhnten Haarmatten! ... W-Bär






Erscheinungsjahr: 2006
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