Methods of Mayhem „Dto"
Markus, 14.2.2005
   „Here`s some music to crash your car to“, singt er, der Schlingel... Ideen sind das! Brauch ich doch noch, das Auto! Wie auch immer, Methods of Mayhem also: das Kreuz­über-Bandprojekt von Mötley Crüe- Schlagzeuger Tommy Lee und TiLo (vor­mals Rapper der kalifornischen Cross­over-Partie Hed p.e.) aus dem Jahr 99/00. Der umtriebige Mister Lee kokettierte ja schon seit den frühen 90ern mit Cross­over sowie Samples und produzierte z.B. gemeinsam mit Rob Trujillo (ex: Suicidal Tendencies, Infectious Grooves, Ozzy - jetzt: Metallica) und Mark Dodson die, leider völlig unbekannt gebliebenen, Funk Metaller Electric Love Hogs oder die Dance / Rock-Nummer „Planet Boom“ für den „Barb Wire“-Soundtrack. Nach dem er­schüt­ternden Versuch Mötley Crüe in Richtung Industrial zu trimmen („Generation Swine“, VÖ ´97), pfiff „T-Bone“ auf seine alten Kumpeln und zog aus, seine eigene Kopf­sock­en-Musik zu machen. Um nicht wegen mangelnder „Credibility“ von irgendeinem goldbehängten Rapper mittels Genickschuss nieder gestreckt zu werden, holte er sich zur Sicherheit eine Gastmusikanten-Schar ins Haus, die sich gewaschen hat. So performen auf dieser Scheibe unter anderem Snoop Dogg, Lil` Kim, Kid Rock, Fred Durst, Danny Lohner (Nine Inch Nails-Gitarrist) und George Clinton, um nur die prominentesten zu nennen. Dieser bunten Mix an Mitwirkenden beschreibt dann auch jenen der Musik: ein Gebräu aus Metal, Hip Hop und einer Prise Industrial. Crossover eben, Nu Metal halt, nix Originelles, mhm… Mitnichten. Ist nämlich in seiner Daherkommung wirklich eigenständig und abwechslungsreich. Über weite Strecken hat er es tatsächlich geschafft wie ein oller MC zu klingen der plötzlich den Metal für sich entdeckt hat. Obwohl es natürlich genau andersrum ist. Warum ihm das gelungen ist? Nun ja, der Gute ist zwar ein Prolet und eine Batzen-Skandalnudel, aber, und das wird gern übersehen, er ist auch ein Bomben-Schlagwerker, der ein feines Gespür für den Rhythmus und den Groove hat. Mag zwar einige Drummer mit ausgefeilterer Technik geben, aber an die Dynamik und den Punch seines Spiels kommen nur wenige ran.

   Yes sir: dieses Album fährt wie Schwein und frommt Woofer wie Gebein! Wirklich überzeugender Soundtrack für phattes Cruisen durch die Hood und smoothes Kopfwackeln im nächsten Zappelclub. Yo! Und das mit dem „Auto zerlegen“ lass ma bleiben, gell? mk






› Release: 12/1999
› Label: MCA Records
› Links: Website

Tracklist:
01. Who The Hell Cares
02. Hypocritical
03. Anger Management
04. Get Naked
05. New Skin
06. Proposition Fuck You
07. Crash
08. Metamorphosis
09. Narcotic
10. Mr. Onsomeothers***s
11. Spun

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