Christopher Heard: Mickey Rourke - High & Low
W-Bär, 12.3.2007
     Dass Mickey Rourke schon so einiges mitgemacht hat, kann man, wenn man's nicht weiß, zumindest an seiner verlebten Visage ablesen. So war der einstige Motor­cycle-Boy (in Francis Ford Coppola's fa­mo­sem "Rumble Fish") drauf und dran seinem großen Vorbild Marlon Brando endgültig den Rang als Über-Schauspieler abzulaufen - andererseits war er aber auch drauf und dran neben seinen Kollegen Cassius Clay und Hansi Orsolocis (aufgrund der zahl­reich­en im Ring zugefügt bekommenen Kopf­nüsse) leicht debil und sabbernd durch die Gegend zu trotten. Dass es mit der Schauspielerei im ersten Anlauf nix ge­wor­den ist, dürfte dabei vor allem daran liegen, dass er von seiner Mutti, wenn schon sonst nicht viel, zumindest einen veritablen Dickschädel auf den Weg mitbekam. Und den wusste er auch gekonnt, und in den meisten Fällen vorwiegend zu seinem Nachteil, einzusetzen.
   Wer also nun schon immer wissen wollte wie's denn passieren kann, dass aus einem hochgelobten, gut aussehenden Schauspielkapazunder ein stattliches Restl mit gru­seliger Visage wird, dem sei die nun vorliegende Biografie herzlichst an die Blut­kreis­lauf­pumpe gelegt. Christopher Heard bleibt bei seinen Ausführungen der schnöden Chronologie durchwegs treu und klappert nach einem kurzen Abstecher in Rourke's Kindheit alle Filme ab, die unser LL-Schutzheiliger mit seiner Anwesenheit adelte. Auch die nicht so guten. Und da gibt's ja bekanntlich eine Menge. Man erfährt warum das Schauspielschwergewicht alles auf's Spiel gesetzt hat um in den Ring zu steigen und was ihn letztendlich dazu veranlasste die Boxhandschuhe doch wieder an den verbogenen Nagel zu hängen.

   Und zuguterletzt - so viel sei noch verraten - gibt's wie's aussieht sogar ein Happy- End. Filmnerdherz was willst du mehr ... W-Bär






Erscheinungsjahr: 2006
Links: UniquelyRourke

_retour