Papa Roach „Getting Away with Murder"
W-Bär, 6.9.2004
  Wer hätte das gedacht? "Getting away with Murder" rockt doch tatsächlich wie Sau! Was die Jungspund-Kakerlaken auf ihrer letzten Scheibe Lovehatetragedy be­reits dezent angedeutet haben, setzen sie dieses Mal noch konsequenter und fast schon zu perfekt um! Keine Spur mehr vom spätpubertären, testosteron­ge­la­den­en Stampfhymnenmitgröhlgedudel des De­but-Albums 'Infest' (der Schreiber die­ser Zeilen erinnert sich noch mit Schau­dern an Papa Roach's ersten Hit "Last Ressort", der ihm heute noch nicht mehr als ein verächtliches Kopfschütteln ent­lockt. Was waren das nur für kleine Arschproleten, dachte er sich damals insgeheim und verstand die Welt nicht mehr!) Aber jene Zeiten sind längst vergessen und vergeben. Auf "Getting Away with Murder" wimmelt's nur so von leiwanden Brat­gitarren, arschcoolen Hooks und obercremigen Melodien. Ach ja, noch was: Papa Roach sind älter und reifer geworden und "Getting Away" ist eindeutig die beste Platte, die sie je aufgenommen haben. Eh kloar. Einen kleinen Haken hat die Platte aber doch noch: Manchmal klingt "Getting Away" fast schon ein bisschen zu ge­schlif­fen und perfekt, aber was soll's! Papa Roach rocken. Und darauf kommt's schließlich an. W-Bär









Info
› Release: 08/2004
› Label: Dreamworks
› Links: Website, MySpace
› Plattentipp: LL-Player
› Video: Getting Away ...
› Video: Scars

Tracklist:
01. Blood
02. Not Listening
03. Stop Looking
04. Take Me
05. Getting Away With Murder
06. Be Free
07. Done With You
08. Scars
09. Sometimes
10. Blanket Of Fear
11. Tyranny Of Normality
12. Do Or Die

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