Sprung Monkey „Get a taste"
Markus, 28.3.2005
   Zeit eine weitere bei uns kaum be­kannte, aber äußerst leiwande Band auf den erhabenen Seiten dieser Website zu featuren: die Formation Sprung Monkey aus San Diego/ CA. 1991 rund um die Brüder Steve (Gesang) und Mike Summers (Gitarre) gegründet, erspielten sich die damals noch blutjungen High­school­bu­ben in der dort ansässigen Surfer-Szene rasch einen Namen. Die erste VÖ, die auch für Europa einen Vertrieb fand, hörte auf den Namen „Situation life“ und kam 1994 auf den Markt. 1998 folgte das ziemlich propere Album „Mr. Funnyface“. Soundtechnisch ließ sich die Band zu dieser Zeit von jenen Klängen inspirieren, die der Wind aus dem benachbarten Venice Beach zu ihnen herüber trug. Die Namen Suicidal Tendencies (Hardcore) und Jane`s Addiction (Psychedelic Rock) fallen mir da spontan ein. Obwohl Sprung Monkey weder den Härtegrad der einen noch die Abgedrehtheit der anderen erreichten, gelang es ihnen dazumal bereits, durch gutes Songwriting und noch besseres Handwerk zu überzeugen. Mit „Get a taste“ (2001) ging es dann schließlich richtig zur Sache. Hartkerniges Abbrettern ließen die fünf Burschen fortan nur mehr in Ansätzen zu („American made“) und sie besonnen sich auf das was sie am besten können: nämlich ebenso schöne wie abwechslungsreiche Songs zu schreiben und diese mit ungemeinem Spaß an der Freude darzubieten. Dabei reicht das Spektrum von Psychedelic Rock („Everybody knows everything“), zu Punk („Beautiful“) und New Rock („What`s that you say“). Auch hippie-mäßige Birken­stock-Sounds (“Friends”) sind Sprung Monkey nicht fremd. Meist sind die genannten Stilrichtungen aber ohnedies derart ineinander verwurstet, dass sich das eigentlich gar nicht so auseinanderklauben lässt und einfach wunderbare (Surf-) Rockmusik übrig bleibt. Nebenbei fladern die „angesoffenen Affen“ auch noch rotzfrech das Riff von „The Joker“ und hauchen diesem abgeschmackten Bass-Lick mittels Scratches und gewitzten Lyrics neues Leben ein („Party like a rockstar“).

   Beschlossen wird die Platte schließlich mit einer grenzgenialen Coverversion von „Coconut“: ein schräger, alter Heuler aus den frühen Siebzigern, den der aufmerk­same Kinogänger aus Tarantino`s Erstlingswerk „Reservoir Dogs“ kennt. Spätestens da weiß man: diese fünf Pracker haben`s raus! mk






› Release: 04/2001
› Label: Surfdog Records
› Links: Website

Tracklist:
01. What's That You Say
02. Get a Taste
03. Beautiful
04. Party Like a Rock Star
05. Wathcha Gonna Do
06. American Made
07. Unexpected
08. Lucy
09. Look My Way
10. Everybody Knows Everything
11. Shut Up 12. Laughing
13. Friends 14. Cocunut

_retour