Stander
W-Bär, 5.6.2006
    Johannesburg, Ende der 1970er Jahre. Während sich's die englischen Weißbrote gut gehen lassen, lebt die schwarze Bevöl­ker­ung in Armut und schreit lauthals nach Nelson Mandela. Und mitten drunter: An­dre Stander, der jüngste Polizeichef aller Zeiten. Stander hat zwar grad erst seine Jugendliebe geheiratet, ist aber aufgrund der politischen Gegebenheiten etwas un­rund und quasi mit der Gesamtsituation ziem­lich unzufrieden. Als dann bei einer Demonstration auch noch so ziemlich alles schief geht was nur schief gehen kann, hat er's endgültig dicke und beschließt fortan lieber Banken auszurauben. Und das geht eine Zeitlang auch erstaunlich gut. Stander basiert auf einer wahren Geschichte. Und allen denen beim Stichwort true story gleich die vielzitierte Grausbirn aufgeht sei versichert: macht gar nix! Der Flick kommt in einer dezenten, verstaubten 70er- Jahre-Optik daher, bei der vor allem die Garderobe der Darsteller das Auge tränen lässt. Und dass so eine G'schicht kein gutes Ende nehmen kann, versteht sich ja wohl von selbst. Verdammt gelungenes Regie-Debüt für jemanden der gerade einmal ein Amy Grant-Musikvideo, einen Kinderfilm (Harriet the Spy, 1996) und eine ziemlich furchteinflößende Romantik-Dramödie (Auf die stürmische Art mit Ben Affleck und Sandra Bullock) auf dem Buckel hat! Anschauen! W-Bär

  






Jahr: 2003
Regie: Bronwen Hughes
Drehbuch: Bima Stagg
Links: IMDB

Starring:
Thomas Jane
Dexter Fletcher
David O'Hara
Deborah Kara Unger

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