War of the Worlds
W-Bär, 19.12.2005
   Es gab mal Zeiten da hat man sich so rich­tig schön gefreut, wenn "directed by Steven Spielberg" zu lesen war. Aber mittlerweile ist der ehemalige Easy Rider und Raging Bull (damit ist jenes Regisseur-Packl gemeint, das in den 70ern mit seinen Filmen Holly­wood aufgemischt hat - u.a. Martin Scor­se­se, Peter Bogdanovic, Francis Ford Coppola, George Lucas und eben auch Steven Spiel­berg) wohl endgültig der schnarchfaden Fa­mi­lienunterhaltung verfallen. Nach "Catch me if you can" und "Terminal" gibt's jetzt "War of the Worlds". Und WOTW (ist kein Spielfilm, sondern eine einzige fade Frech­heit. Meine langen Eier liegen jetzt noch, 12 Stunden nach der schmerzhaften Einver­lei­bung, irgendwo auf der A2 Richtung Gra­mat­neu­siedl. Handlung gibt es so gut wie keine, stattdessen fliegt dauernd irgend etwas oder irgendjemand durch die Luft, dann wird geflüchtet, nur damit wieder irgendwo was in die Luft fliegen kann und wieder geflüchtet werden muss. Und dabei sind die Special F/X jetzt alles andere als atemberaubend. Hat man alles schon mal irgendwo gesehen. Und sonst? Tom Cruise war anstrengend und unsympathisch wie immer und selbst Tim Robbins hat es dieses Mal geschafft so richtig schön zu nerven. Und das große Finale, das überhaupt keines war, ist schmalztechnisch ungefähr genauso eiterpustelhervorrufend wie das bei "Saving Private Ryan". Aber Haupt­sache ich Depp schau mir den Dreck auch noch bis zum bitteren Ende an!

   Mit War of the Worlds ist Spielberg endgültig auf das seichte Niveau von Roland Emmerich und/ oder Wolfgang Petersen gesunken. Fader als "Van Helsing". Und das will was heißen. W-Bär






Jahr: 2005
Regie: Steven Spielberg
Drehbuch: J. Friedman, D. Koepp
Links: IMDB

Starring:
Tom Cruise
Dakota Fanning
Miranda Otto
Tim Robbins
Justin Chatwin

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