Bowling: Strikes, Pins, Frames & Fouls
Prof. Dr. Weber, 7.10.2002
   Jedes Spiel besteht aus zehn Frames. Oberstes Ziel eines jeden Bowlers (aus dem englischen; Kugler, der) ist es, mit zwei Versuchen möglichst viele Pins (Kegel) zu erledigen. Trifft man alle Pins beim ersten Versuch, ist das ein Strike. Nach dem Wurf eines Strikes hat der Bowler unverzüglich seine wild gesti­ku­lier­ende Faust in die Luft zu strecken und laut zu schreien. Als Draufgabe ist es außerdem auch angebracht seinen Mit­bowlern ein verächtliches Grinsen zu schenken. Braucht man nun beide Ver­suche um alle Pins ins Jenseits zu be­för­dern, nennt man das einen Spare. Ein Spare ist dann zwar schon nicht mehr ganz so gut, aber rettet einen gerade noch so aus der Affäre. Wenn man nun aber auch mit zwei Versuchen kläglich scheitert, so nennt man das einen offenen Frame. Oder auch eine Peinlichkeit sondershausen. Danach kommt der nächste Spieler an die Reihe.

Die Punktevergabe

   Ein Strike zählt 10 Punkte plus die Anzahl der Pins, die der Spieler in den nächsten beiden Würfen meuchelt. Ein Spare zählt ebenfalls 10 Punkte, dazu kommt aber nur die Anzahl der Pins, die im nächsten Wurf pulverisiert werden. Ein offener Frame zählt so viele Punkte wie Pins getroffen wurden und kann unter gegebenen Umständen schändliche Buhrufe der Mit-Bowler zur Folge haben. Wenn ein Spieler im 10. Frame einen Strike wirft, hat er sofort zwei weitere Versuche. Wenn er im 10. Frame einen Spare wirft, hat er sofort einen weiteren Versuch. Erst danach kommt der nächste Mit-Bowler an die Reihe.

Foul

   Ein Foul ist ein Wurf, bei dem der Spieler nach dem Werfen der Kugel und bevor der nächste Spieler den Anlauf betritt, die Bahn mit irgendeinem Körperteil berührt oder die Foul-Linie (die Linie zwischen Anlauf und Bahn) übertritt. Wenn man es ganz genau nimmt, zählt ein Wurf sogar dann als Foul, wenn ein Gegenstand (mit Ausnahme der Kugel), den der Spieler beim Anlauf mit sich führte, die Bahn berührt. Dies gilt genauso gut für Feuerzeuge, wie für Brillen oder falsche Gebisse (letzteres gilt als besonders unsportlich, da sich die Mit-Bowler, mit höchster Wahr­schein­lich­keit auch jene auf den Nachbarbahnen, dann vor Lachen kaum noch auf ihren eigenen Wurf konzentrieren können und sich daraus resultierend mit einer kläglichen Scheiterung ihrerseits konfrontiert sehen.) Die bei einem solchen Wurf getroffenen Pins zählen nicht. Wenn dies beim ersten Versuch eines Frames passiert, müssen alle Pins wieder aufgestellt werden, und der Spieler hat nur noch seinen zweiten Versuch zum Räumen aller Pins. Bei einem Foul im zweiten Versuch brauchen die Pins natürlich nicht aufgestellt werden. Über die getroffenen Pins wird der Mantel des Schweigens gehüllt; der Spieler erhält Null Punkte.
   Außerdem ist noch mit Nachdruck darauf hinzuweisen, dass nur jene Pins gezählt werden, die von der Kugel oder anderen Pins getroffen werden. Keinesfalls darf die Kugel vorher die Bahn verlassen haben. Auch ist es nicht zulässig mit anderen Gegenständen nach den Pins zu werfen bzw. sie mit halbautomatischen Waffen umzunieten. Wenn die Kugel in einen der beiden Kanäle gefallen ist und aus irgendeinem Grund doch noch ein Pin getroffen wurde (z.B. weil ein Pin im Kanal lag, der durch den Ball heraus geschleudert wurde) zählt keiner der getroffenen Pins. Auch Pins, die von der Maschine umgeworfen oder auch nur berührt wurden, zählen nicht. Wenn das im ersten Versuch passiert, müssen diese Pins vor dem zweiten Versuch wieder aufgestellt werden.

Rechts vor links

   Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Frage der Vorfahrt: Bowler auf benachbarten Bahnen dürfen niemals gleichzeitig auf dem Anlauf stehen. Das irritiert und ist gefährlich. Wenn ein Spieler beim Anlauf stürzt könnte er leicht den Spieler auf der Nachbarbahn umreißen oder ihm vor die Füße fallen. Wenn zwei Spieler gleichzeitig bereit sind, den Anlauf zu betreten, hat der auf der rechten Bahn Vortritt. Erst wenn dieser Spieler dem Anlauf wieder verlassen hat, dürfen die Spieler auf den Nachbarbahnen den Anlauf betreten. Für weitere Fragen stehe ich Ihnen natürlich gerne zur Verfügung. Ihr treu ergebener, Prof. Dr. Weber









_retour