Das Immobiliengerücht
Prof. Dr. Weber, 7.10.2002
Verruchtes Gerede - das Immo­bi­li­en­ge­rücht! Eine durch und durch wissen­schafts­theo­re­ti­sche Abhandlung

   Geschätzte Kollegschaft, Unlängst, als ich wieder einmal in eines meiner wis­se­nschafts­hypothetischen Ge­dank­en­ex­peri­mente vertieft war, kam mir folgendes unschönes Gerücht zu Ohren. Obzwar mir in meinem nun durchaus schon fort­ge­schrit­tenen Leben gar einiges an Un­glaub­lichkeiten und potentiellen Un­wahr­schein­lichkeiten widerfuhr, kam ich nicht umhin, mich mit diesem Gerücht ein we­nig näher zu beschäftigen. Nach gedank­licher Extrahierung sämtlicher logischen und genetisch abkömmlichen Unge­reimt­heiten, musste ich jedoch umgehend zu dem Schluss kommen, dass es sich hierbei kaum um bloßes verruchtes Gerede handeln kann, nein, werte Kollegen und Innen, dieses Gerücht ergibt nach reiflicher Überlegung durchaus Sinn, aber lesen Sie selbst.
   Wie einigen von Ihnen vielleicht bekannt ist, arbeitet der Freund meiner geschätzten Schwester bei einer örtlichen Filliale des Elektro- und Unterhaltungs­gerät­schaften­konzerns Cosmos. Nun, ebendieser junge Mann hat eine Arbeits­kollegin, die wiederum eine gute Freundin hat, welche dem Geschäft des Immobilienmaklern nachgeht. Diese junge Dame, nennen wir sie Pamela, vermittelte vor gar nicht all zu langer Zeit einem allseits bekannten und "allseits geschätzen" Politiker eine Wohung im ersten Wiener Gemeindebezirk. Bei dem Politker handelte es sich um niemand anderen als um den grauslichen Ungustl aus dem kärntner Bärental. Genau. Jörg Haider! Um dem verabscheuungswürdigen einfachen Partei­mitglied, der international hoch angesehenen österreichischen FPÖ, die Wohnung ein wenig schmackhaft zu machen, verabredete sich unsere Immobilienmaklerin mit dem Haider vor Ort. Nachdem die beiden eine kleine Runde durch die besagte Wohnung drehten, meinte das kärnter Ungetüm, dass er gerne noch zwei Stündchen alleine in der Wohnung verbringen würde, um sich einen näheren Eindruck dieser schmucken Immobilie zu verschaffen. Pamela, unsere Immobilienmaklerin, dachte sich dabei nichts böses und willigte ein. Schließlich handelte es sich hierbei ja um Herrn Haider, einen bekannten Politiker, der für seine Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit bekannt ist. Pamela verließ die Wohnung und ließ einen herumstreunenden Haider zurück.
   Dies wäre nun das Ende der Geschichte, hätte unsere Immobilienmaklerin nicht ihren Laptop in der Wohnung vergessen. Pamela kehrte also guter Dinge zurück in die Wohnung um ihren mobilen Computer zu holen. Was sie dann zu sehen bekam, war allerdings mit Sicherheit etwas womit sie ganz bestimmt nicht gerechnet hatte. Überraschte sie den Haider doch glatt in flagranti mit dem Gedeon Burkhard.
   Seltsam, aber so steht's geschrieben. Jörg Haider vergenusszwergelt Gedeon Burkhard. Oder umgekehrt. Wie auch immer. Es wäre ein Leichtes gewesen diesem Artikel fotodokumentarisches beizulegen, rein ästhetische Gründe hielten mich jedoch davon ab dies zu tun. Und das ist auch gut so. Ob dieses Gerücht nun wahr ist, oder nicht, das entscheiden Sie, werte Kollegen und Innen, nach reiflicher Überlegung lieber selbst. Grauslich ist es allemal. Ihr treu ergebener, Prof. Dr. Weber





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