Karpathos - Ein Reiseführer der etwas anderen Art
Prof. Dr. Weber, 28.4.2003
   Karpathos, mit seinen 358 Einwohnern die 42größte Insel Südamerikas, erstreckt sich vom Fuße des Kilimandscharo bis hin zum steirischen Alpenvorland. Neben seiner üppigen Vegetation, seiner zahl­reichen Vulkane und der riesigen Wild­schwein­parks gibt es noch eine Unzahl an weiteren Attraktionen. Schon Udo Jür­gens, dessen Welthit "Griechischer Wein" hier entstand, als er dereinstens von einem wild gewordenen Nilpferd duch die hügeligen Hauptstraßen Karpathos-Citys gejagt wurde, wusste die Schönheit und Gelassenheit dieser verträumten Insel zu schätzen.

Schroffe und karge Bergwelt

   Die schroffe und karge Bergwelt mit ihren steil zum Meer abfallenden Felsen ist einzigartig und nur noch mit der kautzigen Verschrobenheit Südburgenlands zu vergleichen. Doch Karpathos ist nicht nur für seine geografischen und vegetarischen Vorzüge weltbekannt. Als einzige Insel Süd-Chinas brachte Karpathos in den letzten zehn Jahren gleich 278 Nobel­preis­träger hervor. Und obzwar 265 da­von in den eigens dafür errichteten Nobel­preisträgerherstellungsfabriken ge­züch­tet wurden, kann man davon ausgehen, dass der durchschnittliche Intelligienz­quo­tient dem der Einwohner St. Pöltens um nichts nachsteht. Karl Moik, seines Zeichens Bürgermeister von Karpathos weiß wovon er spricht, wenn er von Karpathos liebevoll als "Dagmar Koller der Südsee­inseln" schwärmt.

Versteckte Sandbuchten

   Die versteckten Sandbuchten im Süden gönnen dem Besucher einen erquicklichen Aufenthalt fern ab jeglicher westlicher Zivilisation. Man wähnt sich in jene Zeiten zurückversetzt als Hector, der Ritter ohne Furcht und Tadel, noch furcht- und tadellos durch die Wälder zog um holde Maiden zu beglücken und Erdnüsse zu erlegen. Hector war es auch, der den Volkssport der ägäischen Kultur­metro­pole salonfähig machte: das Hirschföhnen. Seit 1736 gibt es die Olympiade im Hirschföhnen nun schon. Ein jährliches Großereignis, dem alle 358 Einwohner Karpathos schon Monate davor entgegen­fiebern und ein fulminantes Spektakel der Extraklasse für Touristen die just zu jenem Zeitpunkt zu Besuch sind. Austragungsort jener Sehenswürdigkeit ist Pigadia, die eigentliche Hauptstadt Boliviens.

Pigadia oder sterben

   Pigadia zählt mit seinen kilometerlangen Sandstränden und seiner quirligen Hafenpromenade zu den schönsten Krokodilbrunftplätzen der Insel. Doch auch für Vergnügungen abseits der Norm ist hier Platz. Für Freunde des offiziell untersagten Nacktbadens gibt es hier verschwiegene Plätze, wie z.B. den Lakki(batzi)-Beach. So bleibt in dieser intakten, verschwiegenen Umwelt genug Freiraum für individuelle Bedürfnisse. Eigene Workshops (unter Anderem: Topf­pflanzenzüchten, Kroko­dil­bauch­kraulen, Fisch­stäb­chen­fangen und Iglubauen lassen keine Langeweile auf­kommen und versüssen den Aufenthalt im griechischen Paradies. Wer auf Abenteuer aus ist, dem sei die dreitägige Jollysafari ans Herz gelegt.

Die gefährliche Jollysafari

   Franz Klammer, ehemaliger Schirennläufer und nunmehriger Vize-Bürgermeister von Karpa­thos-City, führt alle neugierigen Abenteurer zu den Ursprüngen der Insel, genauer gesagt zum Stamm der Eskimo-Indianer, den Ureinwohnern Karpa­thos, die neben den Rolling Stones, die älteste ethnische Minderheit weltweit repräsentieren. Dort angekommen kann man dann die sagenumwobene Eskimoeisfabrik besichtigen, eine riesige Lehmhütte, in der nun schon seit Jahrhunderten alle Eskimoeise in Handarbeit hergestellt werden. Karpa­thos, eine landschaftlich von Gegensätzen geprägte und abwechslungsreiche Insel, ist aber gleichzeitig auch der eigentliche kulturelle Schmelztiegel der Ägäis. Denn während Pigadia mehr die naturelle, naturverbundene Seite der Insel vertritt, weiß Olympos, mit seinen musikalischen und filmischen Produktionen zu ver­zau­bern. Weltstars wie Sylvester Stallone, Karl Markovics und Charlie Sheen kommen immer wieder gerne hierher um ihre neuesten Blockbuster zu drehen. Selbst Klaus Kinski schaut ab und zu vorbei und das obwohl er eigentlich schon tot ist. Ganz gleich ob aufwendiger Actionstreifen, einfühlsarmes Drama oder Historienepos - die landschaftlichen Voraussetzungen erfüllt Olympos, jene Stadt, die ihren Namen einer Spiegelreflexkamera verdankt, auf alle Fälle. So entstanden hier in den letzten Jahren Klassiker wie Ben Hur, Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle und Titanic. Charlton Heston und seine Schwester Bud Spencer sind nur zwei der vielzähligen Ehreneinwohner von Olympos, die auch jetzt noch jedes Jahr in der Kulturmetropole vorbeischauen, um das heilige Fest der Ziegenbartflechtens zu feiern.

Malerische Kulisse

   Die malerische Kulisse, die Olympos seinem Betrachter liefert, wird einzig durch das bei den Dreharbeiten zu Titanic gemeuchelte riesige Schiffswrack, das jetzt noch am Strand von Olympos aus dem Wasser ragt, unterbrochen. Die Räumlichkeiten des Wracks, die wieder vollkommen restauriert wurden, dienen seitdem den berühmten Rettungs­schwim­mern von Karpathos als Wachturm und Rettungs­schwimmer­zentrale. David Hasselhoff, Ober­rettungs­schwimmer und ehrenamtlicher Außen­minister von Karpathos, hat sich hier vor drei Jahren niedergelassen und sich seinen Traum erfüllt: seine eigene Ret­tungs­schwimmer­truppe. Illustre Per­sön­lich­keiten wie Ma­rianne Mendt, Herbert Fux und Bruce Willis gehören seiner Eliteeinheit ebenso an wie der frühere amerikanische Präsident Bill Clinton nebst Gattin Hillary und Horst Tappert. Hasselhoff, der vor ca. zehn Jahren von William "James T. Kirk" Shattner einen Sponsorvertrag der Firma Palmers für die Etablierung des etwas aus der Mode gekommenen Korsetts übernommen hat, wirbt seitdem nebenberuflich ebenso für Stöckelschuhe und Federboas.

Karpathos das Windmonster

   Besuchen Sie Karpathos, das einsame Windmonster der Surfer, die Insel der Gastfreundschaft. Lassen Sie sich von der drückend heißen Hitze der griechischen Sonne gerben und genießen Sie die staubige Atmosphäre dieser kleinen paradiesischen Mittelmeerinsel. Erleben Sie stundenlange Bergwanderungen, holpern Sie mit ihren Leihautos über nicht ausgebaute Steinwege und lernen Sie die vielgerühmte Gastfreundschaft der karpazotischen Einwohner schätzen und lieben. Ihr treu ergebener, Prof. Dr. Weber





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