Leiwande Urlaubs-Tipps
W-Bär, 12.7.2004
   Noch keine Ahnung wo's hingehen soll im Sommer? Noch nix geplant? Kein Pro­blem! Wie wär's mit ...

Alles Roger in Kambodscha

   Phnom Penh, das weiß doch ein jeder, ist die Hauptstadt von Kambodscha. Und in genau der ist es seit einiger Zeit möglich einem höchst delikaten Zeitvertreib nach­zu­gehen. Funktioniert ungefähr so: ein Taxifahrer deines Vertrauens fragt ganz nebenbei in gebrochenem Englisch, ob du nicht Lust hast einmal ein richtiges Sturm­gewehr abzufeuern. Nach einer kurzen, dreisekündigen Grübelphase hast du bereits Probleme das nicht abreißen wollende Nicken deines Kopfes, geschweige denn den von einem Ohr bis zum anderen reichenden Grinser unter Kontrolle zu bringen. Der Taxifahrer bringt dich daraufhin zum nächstbesten kambodschanischen Militärstützpunkt, wo dich bereits ein Soldat mit einem illustren Arsenal an heißen Schießgeräten erwartet: Pistolen, Granaten, Maschinengewehre und natürlich auch Raketenwerfer. Nach einem kurzen verbalen Schlagabtausch, bei dem natürlich versucht wird, den Preis noch möglichst zu drücken, rückt der besagte Soldat dann auch endlich mit dem Angebot des Tages heraus: 400 US-$ für einen Raketenwerfer und eine Kuh! Solltest du die Kuh verfehlen, darfst du 200 US-$ behalten.

Lieber Somalia als Italia

   Wer die Knarren nicht nur ausprobieren sondern auch gleich mitnehmen will, der ist in Somalia gut aufgehoben. Auf den Marktplätzen von Mogadishu gibt's Hand­granaten um lausige 10 US-Scheinchen. Was allerdings ein wenig unrund macht, ist die Tatsache, dass Somalia nach offiziellen Angaben seit ca. 14 Jahren keinen Touristen mehr aus der Nähe gesehen hat. Was aber nicht bedeutet, dass es keinen Tourismus-Minister gibt. Abdi Jimale Osman heißt der Gute und ist in Sachen Tourismus-Werbung ein As sondershausen. Beispiel gefällig? Zitat: "Ich bin mir ganz sicher, dass Touristen eine realistische Chance hätten, das Land wieder lebend zu verlassen, vorausgesetzt sie werden nicht gekidnapped. Wir würden natürlich nichts unversucht lassen eine etwaige Entführung zu verhindern, allerdings könnte so was schon mal passieren ...." Ich glaub Somalia muss warten ...

Japanische Spezialitäten

   Oder wie wär's damit: In Meguro, Tokyo gibt's ein eigenes Museum für Parasiten und anderes Ungetier! Die ungeschlagene Hauptattraktion: ein neun (in Worten: 9 !!!) Meter langer Bandwurm! Das Riesenviech hat man einem alten, armen Knacker aus dem Magen zaht, nachdem eben jeniger welcher ein bis'l zuviel verdorbenes Sushi dawischt hat! Das Ungetüm fristet jetzt sein tristes Dasein im Reagenzglas und wartet darauf bewundert zu werden. Also Obacht beim nächsten Japaner-Besuch! Schmähohne!

Für Romantiker

  An der Ost-Küste Süd Koreas liegt Sinnam. Und dort gibt's vor dem Fischer-Museum den berühmt-berüchtigten Penis-Park. Wiebittäh? Richtig gelesen. Ein Park voll riesiger Holz-Penise. Ganz oarg geht's da immer im Juli zu. Da kommen dann nämlich immer neue Penise dazu und um das gebührend zu feiern, lässt sich der Bürgermeister vom Penis-Park natürlich nicht lumpen und schmeißt ein riesiges Penis-Festl. Na dann, schönen Urlaub! Hochherzlichst, W-Bär









Links:
Meguro Parasite Museum
Somalia
Phom Penh

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