Orpheus' Fragmente od. Ich sage das in aller Klarheit...
Burt Viola, 12.1.2004
  Ich weiß nicht, ob sie geneigte, be­schei­dene Leserschaft, das kennen. Man liegt nachts im wohligen Bettchen und.... der Schlaf will nicht kommen. Weil warum: der Kopf hindert einen daran. Die Ge­dank­en schwirren einem durch selbigen und vergönnen dir keinen Schlaf. Nun war es letzten so weit, dass ich beschloss diese Gedanken, Assoziationen und Ideen nie­der­zu­schreiben. So entstand nun gegen 4 oder 5 Uhr Früh folgender Text (1:1 im original wiedergegeben): „Ich glaube an die Dualität der Dinge, weil (Paradoxon?)" Egoismus – wenn es einen einerseits freut gelobt zu werden („schöne Frisur“), wo innerlich das Ego gestreichelt wird, und es einem andererseits egal ist, wenn man bekrittelt wird, ( „Mir gefällt deine Frisur nicht! - Is gut, schön, supa...) würde das bedeuten das Ego reagiert nur auf positives und negatives gibt es nicht -??? Funktioniert so nicht, wenn es diese negativ anfällige Seite nicht gibt, und man die Dualität der Dinge annimmt, kann ein nur positiv anfälliges Ego nicht existieren. Wie kann aber, etwas das nicht existiert EIN GEFÜHL AUSLÖSEN (DAS POSITIVE GESCHMEICHELTSEIN GEFÜHL. DAS SOLL DAS PARADOXON SEIN). Dualität der Dinge: Endpunkt jeweils (irreale) Ideale, dazwischen in den Grautönen od. /Gesamtspektrum spielt sich das Leben ab. (D. d. D. ist nicht gleich: s/w- Sicht) Es gibt nichts, im realen Leben das absolut Gute, Böse, in letzter Instanz Richtige, Das Schlechte, den absoluten Standpunkt, das absolute Blöde) Es sind jeweils nur Annäherungen an die Ideal-Endpunkte.

   Und deshalb bin ich der Meinung man muss sich mit beiden Seiten intensiv beschäftigen, wie schon so oft in dieser kleinen bescheidenen Kolumne angedeutet wurde. Das volle Spektrum gehört, bzw. muss versucht werden einzusehen, will man eines Tages die real nicht existierenden Endpunkte begreifen. Das volle Spektrum des Lebens überblicken (NICHT ERLEBEN) können, Shakespeare lesen, Jerry Cotton lesen, dumpfe Fernsehserien ansehen, Dokus ansehen, Kino Blockbuster-Genrekino; Theater, Bier saufen - Wein trinken, wer sich nur den schönen Künsten hingibt, begeisterter Sportler ist, Blut und Geld spendet, Tanzkurse besucht, ... (WAHR­SCHEIN­LICH MEIN SCHLECHTER VERSUCH EINSEITIGE „GUTMENSCHEN“ ZU BESCHREIBEN) versäumt, meiner Meinung nach die Hälfte des gebotenen Lebens. Möglich das Ihnen das bewusst ist, (NICHT MÖGLICH SONDERN SICHER BEWUSST, ICH HALTE DIE MENSCHEN WOHL FÜR BLÖDE) und sie absichtlich damit leben, mir ist das zu wenig. Ich will auch Abgründe der Menschen sehen, Blödheiten, Schwachsinn, Leichtlebiges.
   Manchen (ich nehme an die meisten) sind mit ihrem Leben zufrieden. Job, Haus, Auto, Kind, Hund. Punkt. (SCHRECKLICHE VERALLGEMEINERUNG!!!) Damit versuche ich auf keinen Fall dies schlecht zu machen. Ich bin überzeugt davon, dass die Menschen sich das mehrheitlich so ausgesucht haben (WIDERSPRUCH ZU OBIGEN ABSATZ: JETZT BIN ICH PLÖTZLICH ÜBERZEUGT DAVON, DASS DIE MENSCHEN WISSEN WAS SIE TUN, NAJA...), weil es ihre Vorstellung eines/ihres idealen Lebens am nächsten kommt. Sie glauben daran und deshalb ist es für sie, innerhalb moral. Grenzen, auch richtig. Mir persönlich reicht das (noch) nicht. Ich möchte das Leben aussaugen in all seiner Vielfältigkeit. (so lange ich kann). (ICH WIEDERHOLE MICH). Denn, davon bin ich überzeugt, auch bei mir kommt der Tag an dem ich diese Rastlosigkeit verliere, denn, so wie ich das bunte, verant­wortungs­losere Leben genieße bzw. genossen haben werde, so will ich eines Tages auch die stillere, ruhigere Seite des Lebens schmecken. Dualität der Dinge. Die richtige Art zu Leben gibt es nicht. Die Wahrheit Des Lebens existiert nicht. Es gibt viele Wahrheiten. Jeder findet seinen eigenen Weg und der ist genauso wahr oder falsch wie die der anderen Menschen.“

   Hier endet der Text. Starker Tobak, was? Ich habe nun während des Nieder­schrei­bens dieses Textes Anmerkungen zu Textstellen hinzugefügt (IN BLOCKBUCH­STABEN), die mir einen Kommentar wert waren, andere wiederum muss ich so stehen lassen, weil ich sie selber nicht kapiere oder für Schwachsinn halte. (Der letzte Absatz is schon spitze!!!). Was man sich in aller Früh nicht für seltsame Gedanken macht ... Gute Nacht! bv

PS: dieses Traktat steht für wissenschaftliche Diskurse zur Verfügung







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