Werther
Dr. Muratti, 12.01.2004
   Beginnen wir unsere kleine Rubrik mit dem, womit das Literarische Quartett endete. "Die Leiden des jungen Werther". Mein Lehrer schenkte mir eine Karte für das Akademietheater, ich solle mir doch das ansehen er hat keine Zeit. Die Karte kostete zwei Euro, er sagte: "Des is a Geheimtip im Akademietheater am Bal­gon obn zweite Reihe Platz 5. Des kost an Schaas und man sieht, bist du deppert. ABER nicht weitersagen!"  Im Theater beim Eingang, der interessierte Zuseher raucht noch eine oder auch zwei, weil dann geht's ja länger nicht ... Es sammeln sich die obligaten Schulklassen, Pickel­kinder sagen: "Frau Fressa die Gabi hat grad angrufn se kann leida nicht kommen tut ma leid, ah, also eigentlich ihr!"  Man nimmt noch schnell einen kräftigen Zug und dann schnell weg. Die Hormonelle Umstellung bietet eine so ekelhafte Schau, da will man nicht hinsehen. Noch mal schnell aufs Klo, weil keine Pause und dann nichts wie auf Balkon Links zweite Reihe Platz 5. Sicht Supa!!!
   Die Vorstellung beginnt Philipp Hochmair besteigt die Bühne und man bekommt eine Stunde lang zu sehen wie Schauspiel sein sollte. Auch die Kinder mit ihren Geschwüren im Gesicht waren still. Am Ende tosender Applaus. Von meiner Stelle kann ich nur sagen zu recht. Sensationell, wirklich Großartig und noch einmal Sensationell!!! Zur Handlung sei noch zu sagen: Er, also Werther stirbt am Ende, er erschießt sich. Werther liebt Lotte, Lotte hat aber was mit Albert und damit Werther Lotte öfter sehen kann freundet er sich mit Albert an. Eigentlich aus meiner  Sicht ist  das ganz schön blöd ...
   Um aber zu Philipp Hochmair zurück zu kommen. Dieser ist ganz allein auf der Bühne und nimmt Albert im Publikum an, von dem er sich eine Waffe ausborgen will. Er, Philipp Hochmair, geht also zur ersten Reihe sagt "Albert kannst du mir deine Waffe borgen" sieht vor sich ein wimmriges Unterkind. Er hältkurz inne und sagt: "Ui, nein du bist ein blöder Albert" und geht zum nächsten. Das stand sicher nicht im Textbuch dieser große Schauspieler machte das aus freien Stücken niemand hat es ihm aufgetragen. Bravo das loben wir! Dr. Muratti

Werther nach Johann Wolfgang von Goethe im Akademietheater.
Mit: Philipp Hochmair, Regie: Nicolas Stemann







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Akademietheater

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