Loungette: Jordana Brewster
Markus, 16.10.2006
   Letzte Woche in unseren Music & Movie-News (vom 9.10.2006) der Verweis auf das Sequel vom "Texas Chainsaw Mas­sa­cre" (kurz und trendy: TCM), das dem­nächst über die heimischen Multiplexxe hereinbrechen wird, und daneben das Foto von so einem anmutigen weiblichen Wesen mit dem sprichwörtlichen „A bis­serl mog`s mi a“-Blick. Ja aber wer ist diese dunkelhaarige Schönheit? Kommt uns jetzt irgendwie bekannt vor, hm? Um da wieder einmal Bildungslücken zu schlies­sen und zwischen den Synapsen zir­ku­lier­ende Erinnerungsfetzen zu einem runden Gesamtbild zusammen zu schustern, sprei­zen wir nun die Finger und tippseln da mal ein bisserl was zusammen, also: sie hört auf den Namen Jordana Brewster und ist herkunftstechnisch dem ameri­ka­ni­schen Ostküstenadel zuzuordnen. Vati ist nämlich New Yorker Investment-Banker. Was wiederum relativ uninteressant ist. Denn Mutti Maria Joao hatte die viel tolleren Gene zu vererben! Die ist nämlich Brasilianerin von Geburt, daher selbstverständlich Ex-Model von Beruf. Und Muttchen durfte anno 1978 ein Cover der legendären Swimmsuit-Ausgaben von Sports Illustrated  verschönern. Da die Familie Brewster ob ihrer beruflichen Verpflichtungen ein Vagabundenleben führte, wuchs der kleine Schnullipups Jordana an stetig wechselnden Orten auf und verdiente sich im putzeligen Alter von 4 Jahren die ersten Showbiz-Sporen eben nicht im US-amerikanischen, sondern im brasilianischen Fernsehen. Und zwar in einer enorm beliebten Kinder-Show namens Xuxa. So heißen bei uns picksüße Shots, die nach Beere schmecken, aber das ist eine andere Geschichte. Irgendwann kehrten die Brewsters jedenfalls wieder zurück nach N.Y./USA, die High School wartete schon, und die heranwachsende Ms. Brewster setzte ihre stundenplantechnischen Schwerpunkte hauptsächlich im Fach Schauspiel. Das sollte bald Früchte tragen und noch während ihrer Schulzeit griff sie Rollen in diversen Soaps ab. In dieser Zeit, in etwa um 1996, wurde ihr übrigens ein Part im Roland Emmerich-Output „Independence Day“ angeboten, den sie aber aufgrund ihrer Seifentechnischen Verpflichtungen nicht wahrnehmen konnte. Tja, dumm gelaufen. Also musste sie noch weitere zwei Jahre darben, bis sie endlich breitwandtechnisch zum Zug kommen sollte. Das dann wenigstens gleich ordentlich, denn bei ihrem Filmdebut handelte es sich um den Flick „Faculty“. Die Cineasten unter uns wissen natürlich, dass dieses Werk eine Robert Rodriguez-Fingerübung in Sachen „Teenie-Horror“ ist, in der unter anderem die Mutter aller Latino-Beauties, Salma Hayek, mitgewirkt hat. Erster Daumen nach oben, weil der Film hat uns schon allein wegen der schärfsten Maus von Mexiko sehr gut gefallen! Außerdem inskribierte das Frl. Brewster in diesem Jahr in Yale, sprich zweiter Daumen nach oben. Schließlich wird dort nicht jeder dahergelaufene Rübenzuzler genommen.
   Das Studium dürfte sie zwischenzeitlich ziemlich ernst genommen haben, erst 2001 ging`s sinnvoll weiter und sie spielte im Independent-Movie “The invisible circus“ an der Seite von Cameron Diaz. Das war jedoch lediglich das Aufwärmen für den Film aus dem ihr Gesicht uns allen ein Begriff ist: der Streetracer-Flick „The fast and the furious“. Die Rolle der kleinen Schwester von Chefprolet Vin Diesel stand der schnuckeligen Halb-Latina äußerst gut zu Gesicht, denn wie sie im Finale des Pics in aufgemotzten Civics zwischen fetten Trucks herumbrettert und dabei formschöne Linien in den Asphalt schreibt, das war schon sehr hübsch anzusehen! Dritter Daumen nach oben.
   Darauf war`s mit ernsthaften Filmprojekt wiederum ein Zeiterl Essig. Wir führen das wohlwollend auf ihren Willen endlich den Uni-Abschluss zu erhaschen zurück. Der ist mittlerweile eingesackt und seit Anfang 2006 ist das Frl. Brewster wieder dick da. „Annaopolis“ und „Friendly fire“ waren die ersten zwei ihrer diesjährigen Produktionen, wobei es sich beim „Freundschaftlichen Feuer“ beängstigender Weise um ein Sean Lennon-Musical handelt. Huibuh, da zuckt man kurz erschrocken zu­sam­men! Wird jedoch ein wenig durch die Tatsache abgemildert, dass sie in diesem Movie an der Seite von unserem März-Loungetterl Asia Argento werkt. Dürft also wenigstens was für`s Aug sein die Schmonzette. Ihr dritter diesjährige Streich war schließlich die Hauptrolle in "TCM 2". Womit sie wieder dort angelangt ist, wo ihre Filmkarriere 1998 begann, nämlich im Horror-Genre, unsere Loungette des Monats Oktober: Ms. Jordana Brewster mk





Jordana Brewster:
geb. 26.4.1980,
Panama City, Panama

Links:
Website
IMDB
Wikipedia

Flickography:
(1998) The Faculty
(2001) The Fast & The Furious
(2006) Texas Chainsaw Massacre
(2009) Fast & Furious

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