Loungette: Maggie Q
Markus, 24.12.2007
   Pfuh, ist sich gerade noch ausgegangen, unsere Dezember-Loungette. Das LL- Christ­kindl sozusagen. Selbstverständlich aus aktuellem Anlass. Der da wäre: das nicht allzu lang zurückliegende DVD- Release des 4. „Die Hard“ Sequels. In diesem ist Maggie Q nämlich mit von der Partie. Als optischer Aufputz der Schur­ken quasi. Eine Schurkin also. Doch davon später mehr. Margaret Quigley kam auf Hawaii als Spross eines Ami-Papas und einer vietnamesischen Mama zur Welt. Angesichts der Herkunft der alten Quig­leys unnötig zu erwähnen, dass sich die Eltern im Zuge eines folgenschweren Süd­ost­asien-Aufenthalts der amerikanischen Armee kennen gelernt hatten. Als jüngstes von fünf Kindern verbrachte sie die gesamte Zeit des Heranwachsens am selben Ort, nämlich Honolulu. Für den grundsätzlich rastlosen Transatlantiker eigentlich völlig untypisch.
   Nach erfolgreichem Abschluss der High School verzog es das exotische Honey Bunny, ebenfalls gegen alle gängige Usancen gekampelt, nicht Richtung L.A./CA sondern nach Hong Kong/China. Ihre unleugbaren Qualitäten optischer Natur halfen ihr dabei, ratzfatz einen Model-Deal an Land zu ziehen und eine Karriere als Mannequin einzuschlagen. Zwei Jahre später entschloss sich das Frl. Q, des ewigen Wattebäusche Fressens und Kotzens müde geworden, eine Schauspielkarriere in Angriff zu nehmen. 1998 daher ihr erster Auftritt in einer chinesischen TV-Serie. Haben wir uns jetzt nicht die Mühe gemacht deren Titel auszuforschen, weil die bei uns sowieso kein Schwein kennt.
   Wie auch immer, in Hong Kong und Umgebung scheint diese jedoch ganz gut gelaufen zu sein, machte ihr Name doch recht schnell die Runde. Wenig später reüssierte das Frl. Q im gesamten ostasiatischen Raum und sie durfte bald vom TV auf die Kinoleinwand wechseln. Was nicht Nixx ist, weil abseits von Hollywood ist das Hong Kong-Movie eine der kommerziell einträglichsten Trademarks in der Filmbranche und zudem eine Action-Kaderschmiede a la bonne heure. Die Hauptrollen in den Handkanten-Flicks „Gen Y“ (2000) und „Naked Weapon“ (2002) (nein, hat nichts mit den Zucker-Brüdern oder Leslie Nielsen zu tun) beförderten unseren sexy Eyecatcher noch weiter nach oben. Aufgrund ihrer englischsprachigen Herkunft mussten ihre Parts allerdings manchmal in Mandarin gedubbt werden, was dem Erfolg jedoch keinen Abbruch tat. Kein Wunder, gehören doch hoppertatschige Synchronistationsstrecken zum Chinesa-Film wie der Käse zur Krainer. 2005 wurden schließlich ihre amerikanischen Landsmänner hellhörig und hievten Maggie Q in einen Action-Blockbuster der sich gewaschen hat, nämlich Tom Cruisens  „Mission Impossible III“. Der unumstrittene Herrscher über die Ziegenärsche holt sich für diese Reihe ja immer das Schärfste aus Hollywoods Peripherie ins Haus (u.a. Emmanuelle Béart, Thandie Newton). Gönnen wir im zwar aus vollstem Herzen überhaupt nicht, aber so bekamen diese Krönungen der Schöpfung wenigstens die Chance sich einem großen Publikum vorzustellen.
   Gleich danach folgte die bereits erwähnte Die Hard-Fortsetzung „Live free or die hard“. Ein „Najoo“-Streifen, sicher. Das Maggielein darf dem guten Bruce und seinen alten Knochen darin jedoch ganz schön zusetzen. Und das waren eigentlich die charmantesten Szenen des gesamten Pics. Man erkennt: ist Hong Kong-geeicht, hat das gelernt. Allerliebst, wie sie in ihrer Rolle als handfeste 2.0-Terroristin den ewig grantelnden Analog-Cop McClane nach Strich und Faden vermöbelt. Straight, Uppercut,  Watsche mit Fuss ... volles Programm. Wirklich hübsch. Bis sie dann halt leider viel zu früh abtreten muss. Schade! Wir hätten sie uns gerne noch länger angesehen, anstatt mit einem üppigen VFX-Menü gemästet zu werden, dass Sodbrennen und Völlegefühl verursacht, wie sonst nur der Verzehr von drei Packerln Erdnusslocken.
   Ihr nächster Film ist bestimmt lustiger. Bei dem handelt es sich nämlich um die Ping-Pong-Komödie „Balls of Fury“. Trailer zu diesem Blödel-Furioso gab es auf unserer Seite vor einigen Monaten zu bewundern. Co-Star u.a. Christopher Walken, in der Rolle des Bösewichts Feng. Wieder einmal dermaßen unpackbar kostümiert der Mann, dass es uns schon angesichts der Promo-Shots vor Lachen vom Sessel gehoben hat. In den USA ist „Balls of Fury“ übrigens im Spätsommer 2007 ange­laufen. Da das Jahr bald um ist, gehen wir daher mal davon aus, dass er hierzulande bei Veröffentlichung direkt in die DVD-Regale wandern wird. Was aber im Gegensatz zu längst vergangenen VHS-Zeiten nichts mehr über die Qualität eines Filmes aussagt. Wir erwarten jedenfalls Großes. Auch von ihr, unserer Loungette des Monats Dezember, dem hawaiianischen Hottie Ms. Maggie Q! mk




Maggie Q:
geb. 22.5.1979,
Honululu, Hawaii

Links:
Website
IMDB
Wikipedia
› Naked Weapon

Flickography:
(2001) Rush Hour2
(2004) In 80 Tagen um die Welt
(2006) MI:2
(2007) Stirb Langsam 4.0
(2007) Balls of Fury

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