Loungette: Shannyn Sossamon
Markus, 30.7.2007
   Aha. So ist das: Shannyn Sossamon ver­dankt ihre „striking looks“ (IMDB) einem „erlesenen Mix“ (detto Imdb) aus fran­zö­si­schen, hawaiianischen, irischen, hollän­di­schen, philippinischen und deutschen Wur­zeln. Nun, da sag ma nix mehr. Außer volle Hochachtung für den „enthu­si­as­mier­ten“ Schreiberling, der das nach­re­cher­chiert hat. Wir glauben`s ihm jeden­falls, denn sie sieht ja wirklich ganz schön flauschi aus. Dem interessierten Leser ist das Frl. Sossamon sicher bereits unter­ge­kommen, auch wenn sie nicht gerade in der ersten Hollywood-Liga spielt. Will sie womöglich auch gar nicht. In erster Linie ist der lebende Beweis für die positiven Auswirkungen des „Clash of cultures“ nämlich ein DJ. Oder vielmehr eine Djayne wie wir p.c. People sagen. Daher womöglich ihre mutterpempernde Rockstar-Aura.
   Nach dem obligatorischen Highschool-Abschluss verschlug es die schnuckelige Shannyn weiland nach Los Angeles, mit dem Vorhaben professionelle Tänzerin zu werden. Jetzt nix Exotisches, sondern mehr so auf echt. Um sich nebenbei ein paar Gröscherl dazuzuverdienen, heuerte sie in kleinen Clubs als Plattenlegerin an. Mit dem Genre Film bzw. Schauspiel hatte sie zunächst gar nichts am Hut. Außer einigen Werbeclips, die allerdings nur dazu dienten die Portokassa aufzubessern, tat sich zunächst nicht viel. Die Turntable-Karriere floriert jedoch gar wunderprächtig und ihr Name machte in der ortsansässigen Szene recht quick die Runde. Was dazu führte, dass sie irgendwann anno `99 auf einer hippen Party in den Hollywood-Hills  anlässlich des Geburtstags von Gwyneth Paltrow die Vinylscheiben rotieren lassen durfte. Eine angesehene Casting-Direktorin namens Francine Maisler (u.a. „The usual Suspects“) wurde ebenda auf die junge Shannyn aufmerksam und überredete sie zur Teilnahme an diversen Movie-Auditions. Zunächst mit mäßigen Erfolg, denn das Frl. Sossamon erschien bei diesen Vorsprechen angeblich nur halbmotiviert und selbst nach erfolgreichen Castings lehnte sie die ihr angebotenen Rollen schnöde ab. Bis schließlich im Jahr 2001 die Produzenten von „A Knight`s Tale“ („Ritter aus Leidenschaft“), ganz hingerissen und hergezaht von ihrer Grandezza, so gar keine Ruhe geben wollten und sie schließlich erfolgreich weich klopften. Was folgte war das Leinwand-Debut als Herzdame von Down Under-Schönling Heath Ledger  in oben genanntem Teenie-Ritterspektakel.
   Im selben Jahr rekrutierte man das DJ-Mausi für die Collegekomödie „40 days and 40 nights“, um Josh Hartnett an den Rand des gesundheitsgefährdenden Hormon­staus zu treiben. Die verstörende Brad Easton Ellis-Verfilmung  „The rules of Attraction“ („Die Regeln des Spiels“) bildete die nächste filmische Station, welche durch ihr netzhautzersetzendes Zeitraffestakkato durchaus bleibenden Eindruck hinterließ. Dafür das sie das Schauspiel lediglich als Nebenjob ansah war die junge Ms. Sossamon zwischen 2001 und 2003 folglich recht arbeitsam und außerdem dick da. Dann verließ sie ein bisserl die sichere Hand bei der Rollenauswahl und kleinere Parts in weniger prominenten Filmen statt weiblicher Hauptfiguren in Blockbustern reihten sich halbgar aneinander. Als einziger erwähnenswert: das Robert Downey jr.- Ganstercomedy-Furioso „Kiss Kiss Bang Bang". Das Dahintröpfeln ihrer filmischen Karriere nützte Shannyn Sossamon, um sich auf ihr eigentliches Standbein zu besinnen und sie griff die wöchentliche Turntablerei wieder auf. Da sie mittlerweile über brauchbare Connections nach Hollywood verfügte, lud sie ab und zu den einen oder anderen Schauspielhaberer als Gast-DJ zu sich an die Teller (z.B. Eljah Wood) und machte mit denen dann ordentlich Party, was wiederum ihren Ruf als angesagte Sampler-Malträtiererin nachhaltig festigte. Ganz eingeschlafen ist ihre Filmkarriere zum Glück noch nicht, weil immerhin steht mit dem Horror-Flick  „Catacombs“ für Ende 2007 endlich wieder ein Film am Veröffentlichungsplan, der mit Shannyn Sossamon in einer der weiblichen Hauptrollen glänzt.
   Und ehrlich gesagt rechnen wir hier mit einem kleinen  Boxoffice-Comeback der süßen Hawaiianerin, da dieser Flick gleichzeitig das Leinwand-Debut von Aushilfs-Riot-Grrl und Multiplatin-Göre Pink darstellt. Wird ergo dementsprechende Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Bekommt sie hoffentlich auch was davon ab, unsere Loungette des Monats: Ms. Shannyn Sossamon! mk









Shannyn Sossamon:
geb. 3.10.1978,
Honululu, Hawaii

Links:
Website
IMDB
Wikipedia

Flickography:
(2001) A Knight's Tale
(2002) 40 Days & 40 Nights
(2002) The Rules of Attraction
(2003) The Order
(2005) Kiss Kiss Bang Bang
(2006) Wristcutters
(2006) The Holiday
(2007) Catacombs
(2007) Moonlight (TV)

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