Loungette: Thandie Newton
Markus, 15.5.2006
   Wir wollen ja mit der Rubrik „Loungette des Monats“ besonders jenen Damen ein bisserl auf die Sprünge helfen, die eben nicht auf jedem billigen Illus­trier­ten - Cover die Beißerchen blecken. Die di­ver­sen J.Los, Pamelas und Angelinas werden woanders eh schon bis zum Erbrechen abgehandelt, darum widmen wir uns die­sen Monat erneut einer äußerst begabten Mimin, die noch mehr im Verborgenen blüht.
   Thandie Newton erblickte dereinst in Sambia als Kind eines englischen Vaters und einer simbabwischen Mutter das Licht der Welt. Im Alter von vier Jahren verließen sie und ihre Familie das Land und zogen nach England, da es in Sambia aufgrund politischer Unruhen nimmer wirklich kommod war. Im Gegensatz zu vielen ihrer Kolleginnen kam sie erst relativ spät zum Film, war ihr Wechsel ins Schauspielfach eher ein erzwungener, denn ein freiwilliger. Ein schlimmes Knie beendete ihre 7jährige Tanzausbildung in der London Art Education School und erforderte eine berufliche Neuorientierung.
   Showbiz war offensichtlich schon mal fix, also startete das Frl. Newton mir nixx dir nixx eine Schauspielausbildung. Im Zuge selbiger lernte sie den australischen Regisseur John Duigan kennen, der sie für seinen Film „Flirting“ an die Seite von „Damals schon ein bissi ein Star“-Nicole Kidman besetzte. Mit selbigem Filmemacher wurde ihr übrigens sogleich ein schlampiges Verhältnis nachgesagt. Na pfui gack! Jedenfalls folgte ein ebenso kurzes wie erfolgloses Intermezzo in L.A., das sie schließlich wieder zurück nach England trieb. Also beschloss Schokohasi Thandie zunächst mal was Vernünftiges zu lernen und inskribierte an der Elite-Uni Cam­bridge. Sehr verantwortungsbewusst und zudem beeindruckend! Trotzdem fand sich dann doch noch die Zeit um in ein paar US-Flicks mitzuwirken, wenn auch nur in kleineren Rollen. So gab`s von ihr u.a. Auftritte in „Interview with a Vampire“ oder „Jefferson in Paris“ (mit Nick Nolte) zu bewundern. Hielt also einen losen Kontakt zu Hollywood und hantelte sich langsam aber stetig nach oben. Die kleinen Rollen wurden nach und nach größer und 1997 spielte sie an der Seite von Tupac Shakur und Tim Roth in dem schrägen Junkie-Movie „Gridlock`d“ quasi die weibliche Hauptrolle. Im Jahr darauf folgte „Beloved“ mit Danny Glover, der ihr schon einigen Score bei der ehrenwerten Kritikerschar brachte. Hatte zur Folge, dass sie schließlich 2000 mit Obernudel Tom Cruise den John Woo-Megaseller „M:i-2“ drehen durfte. An der Seite von diesem teilleistungsschwachen Zahn­er­satz - Vertreter wurde sie erstmals dem Massenpublikum ein Begriff.
   2002 drehte sie mit Mark Wahlberg „The Truth about Charlie“, ein Remake des Hepburn/Crant-Klassikers „Charade“, 2003 die Gambler-Komödie „Shade“ als Co von Sly Stallone, Gabriel Byrne und Jamie Foxx, um schließlich 2004 das zweite Mal durch einen superbladen Popcornvernichter zu schweben, nämlich „Riddick“. Ja, dieser Film war sauschlecht, aber das Thandielein war ein Mal mehr sehr nett anzusehen. Der letzte Output der Frau Newton war schließlich das Oscar prämierte Episoden-Drama „L.A. Crash“, für das es abermals fette Props von Seiten der Fach­presse hagelte.
   Unterm Strich stehen auf ihrer persönlichen Haben-Seite also ein Uni-Abschluss in Anthropologie, der eine oder andere nette Flick und ein Lächeln, das uns die Kniescheiben zu Wackelpudding terminiert. Das dürfte reichen. Nötigt uns jetzt alles gehörigen Respekt ab und der geht prompt raus an die Loungette des Monats Mai: Mrs. Thandie Newton! mk









Thandie Newton:
geb. 6.11.1972,
Sambia

Links:
Website
IMDB
Wikipedia

Flickography:
(1991) Flirting
(1993) The Young Americans
(1997) Gridlock'd
(2000) MI:2
(2003) Shade
(2004) Chronicles of Riddick
(2004) Crash)
(2006) Pursuit of Happiness
(2007) Norbit
(2007) Run, Fatboy, Run
(2008) RocknRolla

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