Stinkefinger: Vin Diesel
Schneida, 25.4.2005
    Drei Jahre. Eigentlich eine verdammt lange Zeit, um Bösewichten, Strolchen und Strauchdieben in den Arsch zu treten. So auch geschehen. Vin Diesel durfte in diesen glorreichen Jahren (2000–2003) so ziemlich alles vermöbeln was sich auch nur ansatzweise bewegte. Beginnend mit „Pitch Black“, wo Diesel den aber sowas von schweinecoolen Gefängnisinsassen und Meuchelmörder Riddick gab, der in den tiefen des Weltalls einem Haufen Aliens den Arsch aufreißt, dies aber derart gekonnt, elegant und eisenhart .. man dachte sich: Diesen Buben muss man sich merken! Fortsetzend mit dem großen Motorsportstreifen „The Fast and the Furious“, der Vergleiche mit Filmen wie „Le Mans“ und „Grand Prix“ nicht zu scheuen braucht, ließ er das Herz eines jeden Autoproleten höher schlagen. Danach der zu unrecht eher unbekannte Film „Knockaround Guys“, Vin Diesel als der leiwande Mafiasohn mit Strassenkämpfer-Mentalität, der sich ung´schaut mit gegnerischen Mobsters und Landeiern anlegt.
   2002–2003 folgen „xXx“, (James Bond mit Muckis) und „Extreme  Rage“, ein guter alter Jemand­hat­meine­Familie­getötet­ich­scheiß­auf­die­Justiz­und­räche­mich­blutig­und­tödlich­selbst­Film. Ein Knaller! Es folgt „The Chronicles of Riddick“. Missmutig ver­lässt man das Kino. Was war denn das für eine F/X überladene, kitschige Scheiße, da seh ich mir doch gleich „Stargate“- die Serie an. Wo das Düster-Sinistre des ersten Teils? Man dachte: Bitte sehr, ein Fehltritt, aber Vin Diesel ist Vin Diesel.
   2005 - das Jahr als wir die Hoffnung aufgaben! „The Pacifier“ (dt. Verleihtitel: „Der Babynator” BRUHAHA!!!!) „Fun for all ages“, „James Bond meets Mary Poppins" (!!), “a funny warm-hearted surprise”, “a fresh family film” ... Was soll man da noch sagen. Vin Diesel, diese Hure, gibt sich für Walt Disney Pictures her, um den x-ten Mann­sieht­sich­plötzlich­mit­einem­Haufen­klugscheissender­Rotzgören­konfrontiert-Film, zu drehen. Ich muss jetzt schon lachen .... sicher total witzig, wenn dieser harte Muskel­mann sich mit diesen Idioten-Kindern rumschlägt. Hab ich fast noch nie gesehen!! (Hulk Hogan „Mr. Nanny”, Arnold Schwarzenegger „Kindergarten Cop“ ...)
   Wen interessieren Filme mit, für ihr Alter viel zu klugen und aufgeklärten Kindern, die den Leuten immer so richtig „lustige“ Streiche spielen, dabei aber immer die süssen Bälger bleiben, denen man einfach nicht böse sein kann? Ich kann gar nicht so viel essen und saufen, wie ich kotzen möchte!!!
   Und nun die Kombination dessen mit dem ehemals großen Vin Diesel. Alle seine Kredibilität verlierend, der gute Herr Diesel kann doch in Zukunft nur noch abstinken, seine Fimpartner betreffend. Der Predator würde ihm auf den Kopf scheißen, Darth Vader ihn mit einer Handbewegung in die tiefen des Weltalles schicken, und Hank „The Knife“ Ripley („Die Schweinepreister“, Anm. d. Red.) würde den armseeligen Vinnie von oben bis unten aufschlitzen und seine Gedärme als Halsschmuck tragen. Von The Rock gar nicht zu reden! Wer zum Geier sollte sich noch vor einer derartigen Lachnummer fürchten, wen sollte der noch Respekt einflößen? Wie auch, der Sack hat einen letztklassigen Kinderfilm gedreht. Der Mann hat viel gut zu machen. Einfach lächerlich, das ... In diesem Sinne geht der Stinkefinger der Woche an Vin Diesel UND, in Vertretung, an alle idiotischen Kinder-Kinderfilme! Schneida











Links:
Website
IMDB
The Pacifier

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